Missbrauchsfall Lügde: Staatsanwaltschaft erweitert Anklage gegen Andreas V.

Janet König

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Das Landgericht in Detmold. - © Bernhard Preuss
Das Landgericht in Detmold. (© Bernhard Preuss)

Lügde. Im Missbrauchsfall Lügde werden Andreas V. noch fünf weitere Fälle vorgeworfen, die Staatsanwaltschaft hat die Anklage dementsprechend erweitert. Das teilte das Detmolder Landgericht am Mittwoch mit.

Demnach steigen die Missbrauchstaten, die Andreas V. begangenen haben soll, von 293 auf 298 Fälle. Bei dem Opfer soll es sich um ein zum Tatzeitpunkt zehnjähriges Mädchen handeln, das in den Sommerferien 2017 von Andreas V. auf dem Campingplatz "Eichwald" missbraucht worden sein soll.

Das Mädchen zähle laut Staatsanwaltschaft zu den bereits bekannten 41 Opfern. "Die Fallakte lag uns zur Anklageerhebung noch nicht vor, daher wurden die Fälle nun nachgetragen", sagt Oberstaatsanwalt Ralf Vetter. Möglicherweise habe noch eine Vernehmung ausgestanden oder die Aussage habe Anfang Mai noch nicht in verschriftlichter Form vorgelegen.

Die Zahl der von Andreas V. missbrauchten Opfer erhöht sich somit auf 23. Die Ermittler gehen derzeit noch elf weiteren Verdachtsfällen nach, darüber hinaus steht noch eine Fallakte aus.

Aktuell sind im Lügde-Verfahren 24 Nebenkläger zugelassen, die von 14 verschiedenen Rechtsanwälten vertreten werden. „Wir haben eine Stellprobe gemacht, das sollte alles passen", sagt Landgerichtssprecher Wolfram Wormuth. Darüber hinaus liege dem Landgericht das Equipment für eine mögliche Videovernehmung der kindlichen Zeugen vor, sollte die Kammer davon Gebrauch machen wollen.

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