Kreis bereitet sich auf Untersuchungen im Fall Lügde vor

Martin Hostert

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Der Untersuchungssausschuss in Düsseldorf hat am Donnerstag die Arbeit aufgenommen. - © Bernhard Preuß
Der Untersuchungssausschuss in Düsseldorf hat am Donnerstag die Arbeit aufgenommen. (© Bernhard Preuß)

Kreis Lippe. Das Kreis-Jugendamt hat alle Akten, die mit dem Missbrauchsfall Lügde zu tun haben, eingescannt, nummeriert und nach Düsseldorf geschickt. „Wir sind auf den Untersuchungsausschuss vorbereitet", sagte Dezernent Karl-Eitel John im Jugendhilfeausschuss.

Die Grünen hatten nach dem Sachstand gefragt und sich auch nach der Arbeit der Fachstelle Kinderschutz erkundigt. In der Zusammenarbeit mit anderen Jugendämtern auch von außerhalb des Kreises Lippe sieht John „massive Verbesserungsmöglichkeiten". Es gebe viele Pflegestellen in Lippe, von denen das Kreisjugendamt gar nichts wisse. Birgit Tornau (CDU) mahnte mit Blick auf Hameln eine bessere Kommunikation mit den Behörden auch aus anderen Bundesländern an.

Ausschussvorsitzender Antonius Grothe nannte die Zusammenarbeit aber auch innerhalb Lippes „zuweilen schwierig". John ergänzte, dass alle Mitarbeiter des Kreis-Jugendamtes unterdessen an Fortbildungen zum Thema „sexualisierte Gewalt" teilgenommen hätten.

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