Dreijähriger Rechtsstreit zweier Jäger endet mit einer Einigung

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Durch einen Vergleich konnten sich zwei Jäher aus Lügde jetzt einigen. - © Symbolbild: Pixabay
Durch einen Vergleich konnten sich zwei Jäher aus Lügde jetzt einigen. (© Symbolbild: Pixabay)

Detmold/Lügde. Durch einen Vergleich vor dem Landgericht Detmold konnten zwei Jäger aus Lügde ihren dreijährigen Rechtsstreit über Schadenersatz nach einem Jagdunfall gütlich beilegen. Auslöser war laut Pressemitteilung des Landgerichts ein Unfall, bei dem der Jagdhund des Klägers schwer verletzt wurde.

Der Kläger ist Züchter und Eigentümer eines vielfach als Jagd- und Zuchthund prämierten Jagdterriers, schreibt das Gericht weiter. Bei einer Jagd im November 2015 habe sein Jagdterrier einen Waschbären gestellt. Der Beklagte, der den Waschbären mit einem Messer erlegen wollte, habe dabei jedoch den Hund des Klägers getroffen. Dadurch habe der Jagdterrier eine tiefe Stichwunde am rechten Auge erlitten, wodurch das Tier auf dem rechten Auge erblindet sei.

Gespräche scheitern

Da Vergleichsgespräche zu Beginn des Rechtstreits gescheitert waren, holte die erste Zivilkammer des Landgerichts Detmold ein Gutachten eines Sachverständigen für Jagdgebrauchshundewesen sowie ein tiermedizinisches Gutachten ein. Der Sachverständige für das Jagdgebrauchshundewesen sei schließlich zu dem Ergebnis gekommen, dass der Beklagte den Waschbären nicht weidmännisch korrekt erlegt habe, weshalb es zu der Verletzung des Hundes gekommen sei. Weiterhin habe er festgestellt, dass der Jagdterrier aber mit einem erblindeten Auge weiterhin als Jagd- und Zuchthund einsetzbar gewesen wäre. Bei vollständiger Erblindung, zu der es später gekommen sei, fehle ihm jedoch sowohl die Jagd- als auch die Zuchttauglichkeit.

Der tiermedizinische Sachverständige sei zu dem Ergebnis gekommen, dass allein die Erblindung des rechten Auges auf die Stichverletzung zurückzuführen sei. Die Erblindung des linken Auges hingegen stehe in keinem Zusammenhang mit dem Jagdunfall, sondern beruhe auf einem Grauen Star.

Der Beklagte habe sich verpflichtet, an den Kläger eine Zahlung in Höhe von 3750 Euro zu leisten. Die Kosten des Rechtstreits und des Vergleichs würden aufgeteilt.

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