SPD-Fraktion fordert Rücktritt von NRW-Innenminister Reul

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 Eine Mulde  steht vor der bereits zum Teil abgerissenen Parzelle des mutmaßlichen Täters auf dem Campingplatz Eichwald im Lügder Ortsteil Elbrinxen. Hier wurden erneut Datenträger gefunden. - © dpa
 Eine Mulde  steht vor der bereits zum Teil abgerissenen Parzelle des mutmaßlichen Täters auf dem Campingplatz Eichwald im Lügder Ortsteil Elbrinxen. Hier wurden erneut Datenträger gefunden. (© dpa)

Düsseldorf (dpa).  Nach dem erneuten Fund von Datenträgern im Missbrauchsfall Lügde fordert die SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag den Rücktritt von Landesinnenminister Herbert Reul (CDU). „Der Innenminister hat Aufklärung versprochen, er ist gescheitert", zitierte Spiegel Online  den innenpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, Hartmut Ganzke. Reul habe „die Lage nicht im Griff". Er müsse jetzt Verantwortung übernehmen und zurücktreten.

Unter Druck: Die SPD fordert Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) zum Rücktritt auf. - © dpa
Unter Druck: Die SPD fordert Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) zum Rücktritt auf. (© dpa)

Bei Abrissarbeiten am mutmaßlichen Tatort des vielfachen Kindesmissbrauchs - einem Campingplatz in Lügde - waren am Donnerstag weitere Datenträger gefunden worden. Im doppelten, fest verbauten Holzboden des Wohnwagens des Hauptbeschuldigten hatten Arbeiter eine CD und zwei Disketten entdeckt. Das Abrissunternehmen übergab den Fund an die Polizei. Reul schloss nicht aus, dass auch noch weitere Funde folgen könnten.

 3,3 Millionen Bilder und mehr als 86.000 Videos sichergestellt

Auf dem Campingplatz in Lügde soll ein 56-jähriger Dauercamper mit einem Komplizen (33) über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Die beiden Verdächtigen sowie ein 48-Jähriger aus dem niedersächsischen Stade sitzen in Untersuchungshaft.

In dem Wohnwagen hatten die Ermittler bei wiederholten Durchsuchungen Festplatten und andere Datenträger mit rund 3,3 Millionen Bildern und fast 86 300 Videos sichergestellt. 155 CDs und DVDs waren dann aus der Obhut der Polizei verschwunden, woraufhin die Staatsanwaltschaft Detmold ein Strafverfahren gegen unbekannt eingeleitet hatte.

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