Großbrand in Oerlinghausen: Ursache weiter unklar

Guntmar Wolff

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Vollbrand im Verkaufsraum des Autohauses Steinberg - © Guntmar Wolff
Vollbrand im Verkaufsraum des Autohauses Steinberg (© Guntmar Wolff)

Oerlinghausen. Um 10 Uhr steigt am Sonntagmorgen immer noch dichter Rauch aus dem völlig zerstörten Autohaus Steinberg. Anderthalb Stunden ist es da schon her, dass sich den Einsatzkräften bei ihrem Eintreffen an der Rathausstraße ein verheerendes Bild bietet: Lodernde Flammen, berstende Fenster, völlig zerstörte Fahrzeuge.

Durch den Vollbrand im Verkaufsraum des Autohauses entstand nach einer ersten Einschätzung der Kriminalpolizei ein Schaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro. Ihre Ermittlungen dauern auch am Montag weiter an. Bisher kann die Polizei keine Angaben zu einer möglichen Ursache machen.

Als am Sonntagmorgen um 8.08 der Alarm durch Nachbarn des Autohauses bei der Feuerwehr eingeht, steht nach Angaben von Katharina Köster, Pressesprecherin der Feuerwehr Oerlinghausen, die gesamte Verkaufsfläche des Autohauses bereits in hellen Flammen. Acht Autos, ein Wohnmobil und zwei Motorräder wurden dabei ein Raub der Flammen.

Mit dreizehn Einsatzfahrzeugen waren die Hilfskräfte vor Ort, neben der Feuerwehr Oerlinghausen auch ein Rettungswagen, der Leitende Notarzt und die Polizei. Der Kreis Lippe war mit Atemschutzcontainern ebenfalls zur Stelle. Selbst nach über einer Stunde war der Brand zwar unter Kontrolle; „es sind aber immer noch einzelne Glutnester vorhanden", erklärte Köster. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den gestrigen Nachmittag hinein.

Aus Sicherheitsgründen wurden die angrenzenden Nachbarn gleich zu Beginn der Arbeiten vorsorglich evakuiert, konnten aber nach anderthalb Stunden zurück in ihre Wohnungen. „Verletzt wurde bei dem Brand niemand", erklärte der Leiter der Polizei, André Schneider. Auch habe sich zum Zeitpunkt des Brandes niemand im Gebäude befunden. Die Ursache des Feuers ist nach Aussagen der Polizei und Feuerwehr noch völlig unklar. „Vielleicht bringen die Auswertungen der Überwachungskameras Hinweise", hofft Schneider.

Der Besitzer des Autohauses befand sich laut Schneider zum Zeitpunkt des Brandes im Urlaub. Seine Tochter war jedoch vor Ort, um den Schaden zu begutachten. An den Absperrungen standen einige Beobachter, die das Geschehen mit Entsetzen verfolgten. Unter ihnen war auch Sebastian Pohl. Ihm gehört die an das Autohaus angrenzende Reparaturwerkstatt. Durch das schnelle Reaktion der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Werkstatt verhindert werden.

Lediglich im Büro sei ein Wasserschaden durch die Löscharbeiten entstanden, erklärt Pohl. Er zeigte sich erschüttert und sprachlos. Einziger Trost für ihn: „Da bei uns kein Schaden entstanden ist, läuft der Betrieb weiter", so Pohl.

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