Oerlinghauser Modellflugshow zieht Besucher an

Kristoffer Fillies und Dieter Asbrock

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Dreidecker-Jagdflugzeug: Oliver Maszke hat zusammen mit seinem Bruder Thorsten eine Fokker Dr.I gebaut, so wie sie im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam und auch vom berühmten „Roten Baron" geflogen wurde. Foto: Kristoffer Fillies - © Kristoffer Fillies
Dreidecker-Jagdflugzeug: Oliver Maszke hat zusammen mit seinem Bruder Thorsten eine Fokker Dr.I gebaut, so wie sie im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam und auch vom berühmten „Roten Baron" geflogen wurde. Foto: Kristoffer Fillies (© Kristoffer Fillies)

Oerlinghausen. Flugzeuge sehen hoch oben am Himmel immer so klein aus. Was jetzt über den Flugplatz Oerlinghausen brauste, waren tatsächlich kleine Flieger – wobei klein manchmal überraschend groß ausfällt. Die Modellflugshow des Segelflugvereins zieht seit elf Jahren Modellbauer und Freunde der teils spektakulären Maschinen an, manche kommen von weit her.

Am Wochenende bestaunten mehrere Tausende die Flugzeuge. Und für die Segelflieger geht die Saison wieder los. „70 Modellflieger sind auf unserer Flugshow zu sehen", sagt Organisator Sebastian Stenzel, Leiter der Modellbauabteilung des Segelflugvereins Oerlinghausen. Die Show sei bundesweit bekannt, sagt er. Sogar aus Enschede (Niederlande) sind die Modellbauer Ramon Wind und Rüdi Mollink mit ihrem kleinen Düsenflieger „Supermarine Seafire", einem Marinejäger der Alliierten des Zweiten Weltkriegs, angereist.

Information

Vier Gruppen

Im Segelflugverein gibt es die Gruppen Segel-, Motorsegel-, Ultraleicht- und Modellflug. Die Mitgliedsbeiträge sind gestaffelt nach Alter, Gruppe, und teils Flugzeugtyp. Man kann Pilotenscheine machen und an Wettbewerben teilnehmen. Das Vereinsleben ist rege. Mehr auf www.sfvoe.de.

Die Zwillingsbrüder Oliver und Thorsten Maszke aus Ganderkesee bei Bremen bauen gemeinsam seit 15 Jahren Flugzeuge in klein. Zur Modellflugshow haben die 50-Jährigen zwei Fokker Dr.I mitgebracht. „Das Jagd- und Aufklärungsflugzeug hat drei Tragflächen und ist vielen bekannt durch den Flieger Manfred von Richthofen, der im Ersten Weltkrieg als Roter Baron berühmt wurde", sagt Oliver Maszke.

Die Fliegertruppe „Jagdstaffel 11" von Kommandant von Richthofen flog mehrere dieser einsitzigen Flugzeuge und färbte sie bunt. „Sie wollten damit zeigen, dass sie keine Angst vor dem Feind haben und ruhig gesehen werden können", erklärt Maszke, der sein Modellflugzeug im Maßstab 1:2,5 in grün-schwarzweiß-gestreift lackiert hat. Motorflugzeuge, Düsenflugzeuge, Helikopter und Styroporflieger waren auf Europas größtem Segelflugplatz zu sehen.

Helmut Müller aus Brakel hat seine Bücker Bü 133 Jungmeister mitgebracht. Sie ist größer als die anderen Modellbauten auf dem Segelflugplatz. „Mit dem Maßstab 1:1,25 ist sie fast so groß wie das Original", erklärt der Vorsitzende der Modellfluggemeinschaft Hembsen. „Ich habe mir die Originalpläne besorgt und sie dann selbst zusammengebaut." Seit 2010 steuert er die 130 Kilogramm schwere Maschine auf Modellflugshows.

Vom Boden aus lenkt Müller die Maschine über den Flugplatz und lässt sie sogar Loopings ausführen. Wer ein scharfes Auge hat, sieht die kleine Puppe im Cockpit, deren Schal im Wind flattert. Während viele Zuschaueraugen gen Himmel blicken, informieren sich andere am Stand der Segelflugschule. Die Flieger Leon Siek und Moritz Halstrick haben eins der motorlosen Flugzeuge am Hangar aufgebaut.

Erwachsene und Kinder steigen ins Cockpit. So auch die fünfjährige Lia Pavey. „Mein Opa ist auch Segelflieger", sagt sie. Deshalb kennt sie die Gleiter schon. „Wenn ich älter bin, fliege ich vielleicht auch." Ab 14 Jahren kann sie die Sportpilotenlizenz machen.

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