Oerlinghauser Politiker wollen weg vom Pestizideinsatz

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Unkrautvernichtung (© Symbolbild: Pixabay.com)

Oerlinghausen. 50 deutsche Städte verzichten bereits auf den Einsatz von Pestiziden, weil sie umwelt- und gesundheitsschädlich sind. Im Umweltausschuss haben Karin Justus und Thomas Tusch (Grüne) den Antrag gestellt, dass auch Oerlinghausen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel mehr auf kommunalen Flächen verwendet.

Der Ausschuss unterstützte den Vorstoß – im Prinzip. Der städtische Bauhof setze bereits jetzt relativ wenig Unkrautvernichtungsmittel ein, teilte Dirk Schäfer vom Fachbereich, Bauen, Ordnung, Umwelt mit. Es gebe nur wenige Flächen, zum Beispiel am Rand von Sportplätzen, bei denen dies unumgänglich sei. Denn eine Bearbeitung von Hand sei nicht zu schaffen.

Schäfer berichtete von einer Möglichkeit, unerwünschte Pflanzen mit Heißwasser und Zuckerschaum zu bekämpfen. Diese Lösung sei recht effektiv und wirke nachhaltig. Dafür sei jedoch ein Gerät erforderlich, das zwischen 35.000 und 40.000 Euro koste.

Der Ausschuss empfahl, im kommenden Frühjahr ein solches Gerät auszuleihen und an einigen Stellen zu testen. Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, verschiedene pestizidfreie Methoden zur Unkrautvernichtung zu erproben und im Herbst einen Bericht vorzulegen.

Ferner wird der Ausschuss auf Antrag der Grünen zur nächsten Sitzung einen Fachmann des Kreises Lippe einladen, um sich über bienen- und insektenfreundliche Blühflächen informieren zu lassen.

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