Orks und Fabelwesen: Neues im Freilichtmuseum Oerlinghausen

Sigurd Gringel

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Neue Erklärstation: Am Beginn des Rundwegs stehen Ulrich Neseker (von links), Jens-Oliver Mühlenbein, Karl Banghard, Klaus Stein, Greta Civis und Marcus Coesfeld an einem Modell, das verdeutlichen soll, wie aus einem Original eine Rekonstruktion entstehen kann. ⋌ - © Sigurd Gringel
Neue Erklärstation: Am Beginn des Rundwegs stehen Ulrich Neseker (von links), Jens-Oliver Mühlenbein, Karl Banghard, Klaus Stein, Greta Civis und Marcus Coesfeld an einem Modell, das verdeutlichen soll, wie aus einem Original eine Rekonstruktion entstehen kann. ⋌ (© Sigurd Gringel)

Oerlinghausen. Nein, bei den Häusern im Freilichtmuseum Oerlinghausen handelt es sich nicht um Originalgebäude aus den jeweiligen Zeitaltern. Es sind Rekonstruktionen. Um diesen Unterschied Besuchern noch besser zu verdeutlichen, gibt es zum Auftakt der neuen Saison, die am Montag gestartet ist, ein Modell, das den Weg vom archäologischen Fund bis zur Rekonstruktion verdeutlicht.

Das Modell steht am Beginn des Rundwegs und sieht aus wie eine riesige Schneekugel – nur ohne Schnee. Aber mit Solarmodulen, damit es in der Dunkelheit teililluminiert werden kann. Für die Konzeption verantwortlich ist der ehemalige Museumspädagoge Marcus Coesfeld, der für die Präsentation extra angereist ist. Ausgeführt hat sie Jens-Oliver Mühlenbein von der gleichnamigen Kreativwerkstatt – Museumspädagoge im Kaiserpfalzmuseum Paderborn.

Information

Öffnungszeiten

Bis September hat das Archäologische
Freilichtmuseum Oerlinghausen (AFM) wochentags von 9 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet. 2018 verbuchte das AFM rund 25.000 zahlende Besucher, 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Alle Veranstaltungen sind im Kalender des Museums einzusehen unter www.afm-oerlinghausen.de.

In fünf Phasen verdeutlicht das drehbare Modell die Abfolge vom möglichen Original, über dessen Verfall, der Neunutzung des Areals und der Ausgrabung durch Archäologen bis zum Nachbau. „Wir wollen damit zeigen, wie Geschichte anhand von wissenschaftlichen Quellen gemacht wird", sagt Marcus Coesfeld. Die Gebäude, die jetzt im AFM zu sehen sind, kommen nach derzeitigen Erkenntnissen den Originalen am nächsten. Museumsdirektor Karl Banghard nutzt den Saisonauftakt, um auf einige Programmhöhepunkte hinzuweisen.

Zum Beispiel die lange Museumsnacht am Samstag, 13. April. Die steht unter dem Motto „Fantasy meets History", passend zum Start der finalen Staffel der beliebten Fantasyfernsehserie „Game of Thrones". Von 18 Uhr bis Mitternacht werden Feuerschlucker, Musiker und Fantasywesen wie Orks aus Tolkiens „Herr der Ringe" die Besucher unterhalten. Zudem gibt es Fachvorträge und eine Lichtinstallation der Firma „LightArt" („Der Hermann leuchtet").

Am Ostermontag geht es beim Hühnerfestival unter anderem ums Ei und insbesondere um die Geschichte des Huhns. Schon in der Bronzezeit wurden Perlhühner gezüchtet, die antiken Römer erreichten mit ihren Kampfhähnen und Haubenhühnern die Grenzen des züchterisch Möglichen. Informationen geben Huhnexperten. „Da kommen die richtigen Cracks", sagt Karl Banghard.

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