Schüler äußern im Ausschuss ihre Wünsche nach mehr Bewegung

Karin Prignitz

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Wünschen sich Sitzmöglichkeiten: (von links) André Wichmann, Marta Mamat und Pia Östermann, Neuntklässler der Heinz-Sielmann-Schule, und ihre Mitschüler hätten gerne im Bereich der neuen Mensa und des D-Traktes weitere Bänke. - © Karin Prignitz
Wünschen sich Sitzmöglichkeiten: (von links) André Wichmann, Marta Mamat und Pia Östermann, Neuntklässler der Heinz-Sielmann-Schule, und ihre Mitschüler hätten gerne im Bereich der neuen Mensa und des D-Traktes weitere Bänke. (© Karin Prignitz)

Oerlinghausen. Bewegung wirkt sich positiv auf die Lernleistung aus. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Der Blick auf den oberen und unteren Schulhof des Niklas-Luhmann-Gymnasiums (NLG) offenbart, dass dort zwar viel Platz für sportliche Betätigungen wäre. Den Schülerinnen und Schülern bietet sich allerdings dieses Bild: „Viel ungenutzte, gepflasterte Fläche und kaum Bewegungsmöglichkeiten."

Im jüngsten Schulausschuss nutzten jeweils drei Schülerinnen und Schüler des NLG und der Heinz-Sielmann-Schule (HSS) die Möglichkeit, den politischen Vertretern Mängel aufzuzeigen und Wünsche zu äußern. Für die HSS waren stellvertretend für ihre Mitschüler die Neuntklässler Marta Mamat (16), Pia Östermann (15) und André Wichmann (15) gekommen. Ganz oben auf der Liste der Wünsche steht ein Wasserspender für die Mensa im Bereich der Essensausgabe. „Darauf", sagt Marta Mamat, „werden wir immer wieder angesprochen."

Schulleiter Christian Landerbarthold verdeutlicht im Nachgang, dass dafür ein Wasseranschluss von der Küche in die Mensa gelegt werden müsste. Landerbarthold berichtet in diesem Zusammenhang von Überlegungen, Mehrwegbecher anzuschaffen, denn „der Umweltgedanke steht im Vordergrund". Andere Projekte, für die Unterstützung notwendig wäre, sind die Renovierungen des SV-Raumes in der alten Schülerbibliothek sowie der Differenzierungsräume in den Trakten A, B und C im Zuge der Brandschutzmaßnahmen.

„Derzeit", ergänzt Lan-derbarthold, „gibt es noch vier provisorische Brandschutzgerüste."

Die Fenster im E-Trakt müssten dringend saniert und defekte Griffe ausgetauscht werden, auch darauf machten die Schüler im Ausschuss aufmerksam. Sie wünschen sich außerdem weitere Sitzmöglichkeiten im Bereich der neuen Mensa und des D-Traktes. Angedacht ist eine Kommunikationsinsel. Weiter auf der Wunschliste stehen die Erneuerung der Fangnetze am DFB-Kleinspielfeld und die optische Sanierung des Feldes, die Oberflächensanierung der Tischtennisplatten und nicht zuletzt eine Begrünung des Schulgeländes.

Bjarne Wohlfahrt (13), Michelle Wintzer (14) und Maximilian Gerke trugen Wünsche und Anregungen des NLG vor. Hier existiert seit Sommer vergangenen Jahres die AG Schulhofgestaltung – mit verschiedenen Schwerpunkten. Einer davon beschäftigt sich mit dem Thema Bewegung. Entsprechend konkret äußerten die Schülervertreter ihre Wünsche. Auch die Kosten hatten sie bereits ermittelt. Etwa für eine Calisthenics-Anlage. Das robuste Sportgerät würde individuelle Bewegungsmöglichkeiten für alle Altersstufen bieten.

„So eine Anlage wäre auch ein Mehrgewinn für die Stadt, weil das Schulgelände öffentlich zugänglich ist", warben die Jugendlichen für ihre Idee.

Im Schulalltag erleben sie, dass die meisten ihrer Mitschüler in den Pausen im Gebäude bleiben. „Sie würden sich gerne bewegen, aber es fehlen die Möglichkeiten", verdeutlichte Annika Kassen (15). „Der Schulhof ist ein unattraktiver Aufenthaltsort."

Rund 8500 Euro würde eine Calisthenics-Anlage kosten. Für die Montage würden rund 2000 Euro anfallen. Je 680 Euro, so die Recherchen der Gymnasiasten, würden kleine Tore kosten.

Derzeit würden die Türen der Sporthalle als Tore genutzt. Im Gegenzug, so die Vorstellungen, könnten die beiden Tischtennisplatten vom unteren auf den vorderen Schulhof versetzt werden. „Eine Umsetzung", betonte Michelle Wintzer selbstbewusst, „wünschen wir uns bis Ende 2019." Ulrich Fillies, Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses, versprach, die Wünsche „mit wärmsten Empfehlungen an die Verwaltung weiterzugeben".

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