Tunnelstraße ist bald wieder befahrbar

Knut Dinter

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Bereits am Scherenkrug in Leopoldshöhe-Asemissen geht es von der B66 in Richtung Oerlinghausen derzeit nicht mehr weiter. Straßen.NRW ist optimistisch, die Sperrung bald wieder aufheben zu können. - © Knut Dinter
Bereits am Scherenkrug in Leopoldshöhe-Asemissen geht es von der B66 in Richtung Oerlinghausen derzeit nicht mehr weiter. Straßen.NRW ist optimistisch, die Sperrung bald wieder aufheben zu können. (© Knut Dinter)

Oerlinghausen. Während der Schulferien, wenn weniger Kraftfahrzeuge unterwegs sind, haben Straßenbauarbeiter Hochsaison. Auch die Tunnelstraße (L 751) in Oerlinghausen wurde saniert. Wie die Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe von Straßen.NRW in Bielefeld auf Anfrage mitteilte, wird die Baustelle zum Ende der Woche wieder aufgehoben.

Damit werde der Zeitplan eingehalten, sagte Tobias Fischer, Leiter der Straßenbauabteilung.„Das ist richtig gut gelaufen." Fünf Wochen lang war die Tunnelstraße weiträumig abgesperrt, da der Platz nicht ausreichte, um neben der Baustelle noch Durchgangsverkehr zu ermöglichen.

Die Baustelle begann in Lipperreihe an der Kreuzung Dalbker Straße/Holter Straße und endete hinter der Auf-und Abfahrt zur Zeppelinstraße. Die Umleitung führte von Leopoldshöhe-Asemissen über die B66 in Richtung Bielefeld, über die Detmolder Straße/Oerlinghauser Straße nach Lämershagen, über die Lämershagener Straße auf die Paderborner Straße in Sennestadt und dann in Richtung Schloß Holte.
Von Schloß Holte aus wurde der Verkehr in der umgekehrten Richtung geleitet. Während der Bauarbeiten war für Anlieger und den öffentlichen Personennahverkehr eine Querung der Tunnelstraße an den beiden Kreuzungen Dalbker Straße/Tunnelstraße und Hellweg/Tunnelstraße möglich.

Auf einer Länge von 3,6 Kilometern wurde der Asphalt zwölf Zentimeter abgefräst und erneuert. Insgesamt mussten auf einer Fläche von 43.000 Quadratmetern 12.000 Tonnen bituminöses Material aufgebracht werden. Gleichzeitig wurden Arbeiten an den Entwässerungseinrichtungen des Tunnels „Menkhauser Berg" durchgeführt. „Wir haben ganz kräftig gearbeitet, um das vorgesehene Zeitfenster einzuhalten", meinte Fischer. In der laufenden Woche müssen noch Markierungs-und Bankettarbeiten vorgenommen werden. Die Kosten betrugen rund eine Million Euro.

Als nächstes Projekt soll die Elektroanlage im Tunnel erneuert werden. Zuständig ist hier die Projektgruppe Tunnel bei der Autobahnniederlassung von Straßen.NRW in Hamm. Markus Miglietti bestätigte das Vorhaben. „Wir werden die Anlage auf-beziehungsweise
umrüsten", sagte er. „Das wird erst in einigen Jahren der Fall sein." Der genaue Zeitraum sei noch unbestimmt.

In der direkten Nachbarschaft Oerlinghausens wird derzeit an zwei weiteren Stellen gebaut. Schon seit Mitte Juni ist in Bielefeld der Senner
Hellweg zwischen Lämershagener Straße und Rheinallee voll gesperrt. Die Stadtwerke Bielefeld erneuern hier Wasser-und Stromleitungen. „Wir liegen im Zeitplan", erklärte Unternehmenssprecherin Birgit Jahnke. Die Vollsperrung an der Einmündung zur Lämershagener Straße ist bereits aufgehoben.

Am Montag begann der nächste Bauabschnitt auf dem Senner Hellweg zwischen Elbeallee und Württemberger Allee, der ebenfalls eine Vollsperrung erfordert. Hier wird voraussichtlich bis Mitte Dezember gearbeitet. Darüber hinaus ist die Anschlussstelle der A 33 in Schloß Holte-Stukenbrock ebenfalls seit Mitte Juni 2019 gesperrt. Die Anschlussstelle erhält eine Ampelsteuerung und wird durch verlängerte Abbiegespuren leistungsfähiger ausgebaut.

Auch die Falkenstraße wird zwischen dem Habichtsweg und der Oerlinghauser Straße gesperrt, weil dort die Einmündung umgebaut und dort ebenfalls eine Ampel installiert wird. Für Anlieger bleibt der Bereich bis zur Baustelle frei. Während der Arbeiten wird der Verkehr über die benachbarten Anschlussstellen in Stukenbrock-Senne und Sennestadt umgeleitet. „Auch hier herrscht Hochbetrieb", erklärte Tobias Fischer von Straßen.NRW. „Wir werden die Arbeiten auf jeden Fall wie vorgesehen bis Mitte/Ende September beenden."

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