Zustand des Waldes in Oerlinghausen ist besorgniserregend

Gunter Held

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In Oerlinghausen gibt es beides: In der Sandgrube Haßler wächst Heide, dahinter erhebt sich der Wald – und um den ist es durch das Tief „Friederike" und der daraus resultierenden Borkenkäferplage, nicht gut bestellt. - © Martin Düsterberg
In Oerlinghausen gibt es beides: In der Sandgrube Haßler wächst Heide, dahinter erhebt sich der Wald – und um den ist es durch das Tief „Friederike" und der daraus resultierenden Borkenkäferplage, nicht gut bestellt. (© Martin Düsterberg)

Oerlinghausen. Viel Wald hat Oerlinghausen nicht. Johanna Ahlmeier, Fachgebietsleiterin für den Privat- und Kommunalwald im Regionalforstamt OWL in Minden, hat den Umweltausschuss über die Größe und den Zustand des Waldes informiert. Sie führte aus, dass sich etwas mehr als 100 Hektar Wald im Eigentum der Stadt befinden.

Der Zustand jedoch gebe Anlass zur Sorge. „Im Wald sind 20 Hektar Fichten enthalten, die auch nicht mehr zu retten sind", sagt die Forstbeamtin. Das seien 9000 Festmeter Holz, die wegfallen. Zudem sei der Holzmarkt in einem desolaten Zustand. Nach Tief „Friederike" und der anschließenden Massenvermehrung des Borkenkäfers könne Holz nur noch nach China verkauft werden. China zahle 40 Euro pro Festmeter. Die Aufforstungsarbeiten in Oerlinghausen würden 30 Euro pro Festmeter betragen. Zudem werde die Aufforstung etwa zehn Jahre dauern, sagte Ahlmeier den Politikern. Der Räumung des Totholz kämen die Förster aber nicht hinterher. Das Bild zeigt die Sandgrube Haßler.

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