Eigens komponierter "Spatenstichmarsch" für die neue Grundschule in der Südstadt

Karin Prignitz

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Mit Helm und Spaten: (von links) Damla Yamanyilmaz (DSK), Stadtwerkechef Peter Synowski, Architekt Marian Hachmeister, Bürgermeister Dirk Becker, Schulleiterin Claudia Hädrich, Lühn-Bau-Geschäftsführer Beyhan Ciftci, Thomas Reimeier und Marcel Jagnow. - © Karin Prignitz
Mit Helm und Spaten: (von links) Damla Yamanyilmaz (DSK), Stadtwerkechef Peter Synowski, Architekt Marian Hachmeister, Bürgermeister Dirk Becker, Schulleiterin Claudia Hädrich, Lühn-Bau-Geschäftsführer Beyhan Ciftci, Thomas Reimeier und Marcel Jagnow. (© Karin Prignitz)

Oerlinghausen. Der erste symbolische Schritt für den Bau einer neuen Grundschule mit Stadtteiltreff für die Südstadt ist getan: Mit dem ersten Spatenstich am Samstag ist nach langen kontroversen Diskussionen der Weg für den Neubau geebnet worden. Richtig losgehen soll es Ende Oktober.

Mitte September ist der Auftrag an die Lühn Bau aus Lingen vergeben worden. Am Montag, 30. September, wird es das Startgespräch mit der Bauherrschaft geben. „Dann werden die Feinheiten besprochen", erläutert Geschäftsführer Beyhan Ciftci. Der Rat hatte sich nach langen Diskussionen mehrheitlich für den Neubau einer zweizügigen Einrichtung in der Südstadt entschieden – mit der Option einer späteren Dreizügigkeit und dem Betrieb einer einzügigen Grundschule in Lipperreihe.

Immer wieder habe es in der Vergangenheit vor allem wegen des baulich schlechten Zustandes der Südstadtschule Standortdiskussionen gegeben, berichtete Bürgermeister Dirk Becker. Auf Initiative der Stadtwerke wurde die Idee des „Klimaquartiers Süd" geboren, also einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme mit dem Ziel einer energetischen Sanierung von Gebäuden, die überwiegend in den 50er und 60er Jahren entstanden waren.

Nicht förderfähiges altes Gebäude

Eine „Neue Mitte" sollte zudem rund um den Heinrich-Drake-Platz entstehen. Ziel des Konzeptes war auch, die Südstadtschule zu sanieren. Dirk Becker erinnerte an zwei wesentliche Probleme. Zum einen wäre eine reine Schulsanierung über das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) nicht förderfähig gewesen. Zum anderen sei die Konstruktion des Gebäudes veraltet und habe nicht mehr den Anforderungen genügt. Untersuchungen hätten ergeben, dass eine Sanierung im Bestand nicht möglich war.

Wichtig sei es nun, „dass hier nicht nur ein Ort des Lernens für die Grundschulkinder entsteht, sondern der im Stadtteil fehlende Ort der Begegnung, der Integration und des Miteinanders von Menschen aller Generationen, aus unterschiedlichen Herkunftsländern, mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen."

Der von Regen begleitete erste Spatenstich wurde von einer „Welturaufführung" gekrönt: David Clarke von der Oerly-Musikschule hatte eigens einen „Spatenstichmarsch" komponiert, der vom Spielmannszug intoniert wurde.
An den offiziellen Teil schloss sich das Südstadtfest mit buntem und vielfältigem Programm an. Viele Besucher ließen sich vom musikalischen Bühnenprogamm begeistern, kosteten vom internationalen Buffet, nahmen am Soccer-Turnier teil, nutzten den mobilen Spielplatz, ließen sich schminken ober begaben sich auf den Rollator-Parcours. Zu den Höhepunkten gehörte die Präsentation einer eigens für das Südstadtfest eingespielten CD. Die Kindergärten „St. Michael" und „Regenbogen" hatten die Lieder mit Unterstützung der Oerly-Musikschule einstudiert. Unterstützt wurde das Südstadtfest aus dem ISEK-Verfügungsfonds und von den Stadtwerken.

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