Oerlinghauser Flüchtlingsunterkunft wird geschlossen

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Refugees (© Pixabay)

Düsseldorf/Oerlinghausen (epd). Nordrhein-Westfalen
reagiert auf sinkende Flüchtlingszahlen mit einer Reduzierung von Unterbringungsplätzen. Abgebaut werden die aktiv betriebenen Plätze in den landeseigenen Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) von rund 25.000 auf knapp 20.000, wie das Düsseldorfer Flüchtlings- und Integrationsministerium mitteilte.

Die Einrichtung in Oerlinghausen soll geschlossen werden. Das Bundesland verfüge auch weiterhin über ausreichende Kapazitäten und Reserven, um auf wieder ansteigende Flüchtlingszahlen vorbereitet zu sein. Künftig verfüge NRW neben der Landeserstaufnahmeeinrichtung(LEA) in Bochum weiter über fünf Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE), darunter in Bielefeld, und weitere 30 Zentrale Unterbringungseinrichtungen(ZUE).

Im laufenden Jahr kamen den Angaben nach 19.346 Flüchtlinge nach Nordrhein-Westfalen (Stand: 30. September). Dieser Wert liege deutlich unter dem der vorherigen Jahre, hieß es. Im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres waren es 23.243, bis Dezember 30.203. Im Jahr 2015 waren dem Bericht zufolge insgesamt 231.878 Flüchtlinge nach NRW gekommen. Das Integrations- und Flüchtlingsministerium hat den Angaben nach entschieden, insgesamt acht aktiv betriebene Unterbringungs- sowiesogenannte „Stand-by"- Einrichtungen mit Reserveplätzenin allen fünf Regierungsbezirke des Landes zu schließen. Im Regierungsbezirk Arnsberg sind dies die ZUE Rüthen sowie die Stand-by- Einrichtungen in Bochum undBad Laasphe.

Im Regierungsbezirk Detmold ist die ZUE Oerlinghausen von der Schließung betroffen, im Regierungsbezirk Düsseldorf sind dies die ZUE Niederkrüchten und Wuppertal IV. Im Regierungsbezirk Köln wird die ZUE Kall in der Eifel geschlossen, im Regierungsbezirk Münster die Stand-by-Einrichtung in Bottrop. Die zuletzt im Dezember 2017 festgelegten Kapazitäte seien im Verlauf des Jahres überprüft und nun angepasst worden, erklärte das Ministerium.

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