Blutspende: „Die Appelle haben wohl gewirkt“

Knut Dinter

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Die DRK-Beauftragte Birgit Stotzka gratuliert den Jubiläumsblutspendern (von links): Niklas Preuß, Rolang Götze und Siegmund Schidlowski. - © Knut Dinter
Die DRK-Beauftragte Birgit Stotzka gratuliert den Jubiläumsblutspendern (von links): Niklas Preuß, Rolang Götze und Siegmund Schidlowski. (© Knut Dinter)

Oerlinghausen. Eine sehr gute Beteiligung hatte die jüngste Blutspendeaktion des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Helpup. 93 Konserven kamen zusammen. Unter den 107 Freiwilligen, die sich in der Aula der Grundschule einfanden, waren auch 13 Erstspender. „So viele hatten wir noch nie“, sagte die DRK-Beauftragte Birgit Stotzka erfreut. Sie vermutet, dass die verstärkten Appelle gewirkt haben. „Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, aber ich hatte immer Angst vor der Nadel“, berichtete Dirk Kreisel. Der Oerlinghauser fasste dann doch Mut. Auslöser war ein Bericht im Radio über den akuten Mangel an Spenderblut. „Da habe ich mir gedacht, dass ich die nächste Möglichkeit wahrnehme, bevor ich noch lange überlege“, sagte er. „Schließlich können auch meine beiden Kinder mal Blutkonserven benötigen.“

Wie die meisten Spender nahm Kreisel das Bratwürstchen im Brötchen vom DRK als kleine Stärkung gern an. „Aber das war nicht mein vorrangiges Interesse“, versicherte der Familienvater.“ Vor der Corona-Pandemie war die Verpflegung noch weit reichhaltiger gewesen und umfasste unter anderem belegte Brötchen, Kartoffelsalat und anderes. „Das ist wegen der Hygienevorschriften gegenwärtig nicht möglich“, sagte Birgit Stotzka. „Aber den Spendern wollten wir wenigstens ein Bratwürstchen mitgeben. Draußen ist der Verzehr ohne weiteres gestattet.“ Des Weiteren erhielten alle Beteiligten ein Getränk, einen Energieriegel, Schokolade und mehr. Die Snacks befanden sich in einer Papiertüte, die die Kinder individuell bemalt hatten, die in der Offenen Ganztagsschule betreut werden.

»Ich spreche häufig junge Leute an, Blut zu spenden«

Ferner wurden drei Jubiläumsspender geehrt. Niklas Preuß war von seiner Mutter Jutta Kleinemeier inspiriert worden. Für seine 25 Blutspenden erhielt er eine Ehrennadel und ein kleines Präsent, sie hat schon 50-mal gespendet. Ebenfalls 50 Blutspenden hat Siegmund Schidlowski erreicht. „Beim ersten Mal hat mich eine Nachbarin mitgenommen“, sagte er. „Jetzt spreche ich häufig junge Leute an, um sie für das Blutspenden zu gewinnen.“

Roland Götze kommt auf 75 Blutspenden. „Dabei durfte ich beim ersten Mal gar nicht, weil damals medizinische Gründe dagegen sprachen.“ Heute ist er ein regelmäßiger Spender und ist froh, dass er damit anderen helfen kann. „Das ist allemal besser, als selber auf fremdes Blut angewiesen zu sein“, sagte er. Scherzhaft fügte er hinzu: „Leider gibt es dafür aber keine Garantie.“

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