Phoenix Contact richtet sein neues Trainings-Center in Schieder-Schwalenberg ein

Der Elektronikspezialist bildet dort in Zukunft nicht nur den eigenen Nachwuchs aus

Patrick Bockwinkel

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Der Nachwuchs legt Hand an: Timo Müller, Niklas Bohlmann und Philipp Dück (von links) manövrieren eine Maschine an ihren Standort. Hinten sind Steffen Welling und Lina Riedel an einer anderen Maschine beschäftigt. Alle sind Duale Studenten im zweiten Lehrjahr. - © Bockwinkel
Der Nachwuchs legt Hand an: Timo Müller, Niklas Bohlmann und Philipp Dück (von links) manövrieren eine Maschine an ihren Standort. Hinten sind Steffen Welling und Lina Riedel an einer anderen Maschine beschäftigt. Alle sind Duale Studenten im zweiten Lehrjahr. (© Bockwinkel)
Blick in die Halle: Hermann Trompeter, Leiter Professional Education bei Phoenix Contact, steht oberhalb des Bereichs, in dem die Auszubildenden das praktische Rüstzeug bekommen. - © Bockwinkel
Blick in die Halle: Hermann Trompeter, Leiter Professional Education bei Phoenix Contact, steht oberhalb des Bereichs, in dem die Auszubildenden das praktische Rüstzeug bekommen. (© Bockwinkel)

Schieder-Schwalenberg. Eine moderne Werkhalle mit sternförmigen Werktischen, Bereiche mit unterschiedlichsten Maschinen, Materiallager, großzügige Sozialräume mit Spinden und Duschen, eine E-Learning-Bibliothek, ein Restaurant und vieles mehr: Von Bedingungen, wie es sie im neuen Trainings-Center von Phoenix Contact gibt, träumt wohl jeder Lehrling.

Nach und nach füllt sich das Gebäude an der Bahnhofstraße in Schieder, das offiziell am 10. Juni eröffnet wird, mit Leben. Das Trainings-Center, mit dem Phoenix Contact ein Ausrufezeichen für Region und Standort setzt, vereint zwei Bereiche. "Im linken Teil befindet sich der Ausbildungsbereich für unsere rund 435 Auszubildenden und duale Studenten. Im rechten Teil der Weiterbildungsbereich", erklärt Hermann Trompeter, Leiter Professional Education von Phoenix Contact. Der LZ gewährt er einen ersten Einblick in den freundlich gestalteten und durch die großen Fensterfronten lichtdurchfluteten Vorzeigebau.

Information
Externe Gruppen sind willkommen

Das neue Trainings-Center von Phoenix Contact hat eine Gesamtfläche von 13.000 Quadratmetern, auf denen der Nachwuchs des Elektrospezialisten ausgebildet und Mitarbeiter geschult werden. Auch externe Firmen und Gruppen können sich dort schulen lassen oder Räume für Workshops mieten. Besuchergruppen sind ebenfalls willkommen. Ein großer Vorteil sei die Nähe zum Bahnhof in Schieder. Das Trainings-Center ist mit moderner Technik ausgestattet. 88 Kilometer Daten- und 87 Kilometer Stromkabel wurden verlegt, 45 WLAN Access Points und 1654 Lampen installiert. Ein Blockheizkraftwerk im Keller, das auf Sicht auch die anderen Gebäude auf dem Firmengelände in Schieder beliefern soll, versorgt das Trainings-Center mit Wärme und Energie.

Im Weiterbildungsteil befindet sich der Eingangsbereich mit dem Foyer, an das sich das große Forum anschließt. "Hier können beispielsweise größere Meetings stattfinden", sagt Trompeter. An einer Wand des Forums wird ein überdimensionaler LED-Bildschirm installiert, der es problemlos mit jeder Leinwand aus einem Bundesliga-Stadion aufnehmen könnte. Im weiteren Verlauf geht es zu den Seminarräumen für Schulungen und Workshops. "Es gibt genug Platz, auch für Gruppenarbeiten der Teilnehmer", sagt Trompeter.

Noch fehlen zum großen Teil die Möbel und Einrichtungsgegenstände. Welcher Raum welche Funktion hat, weiß Trompeter aber dennoch genau. "Hier wird die Bibliothek und das E-Learning eingerichtet, wo sich unsere Studenten und Auszubildenden Literatur ausleihen können", erzählt Trompeter. An einen PC-Raum und Stillarbeitsplätze sei ebenfalls gedacht worden. In der Mitte des Gebäudes wurde im vorderen Teil des Trainings-Centers ein Bistro eingerichtet. Im hinteren Areal ist eine Terrasse angelegt. "Die soll bestuhlt werden, um draußen sitzen zu können", sagt Trompeter.

Der Ausbildungsbereich des Trainings-Centers wird von der großen Werkhalle dominiert. Hier werden die Lehrlinge der verschiedenen Zweige ausgebildet - unter anderem an sternförmigen Werktischen. Jeder bekomme seinen eigenen Rollwagen, in dem Werkzeuge einfach von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz transportiert werden könnten. An die Halle schließen sich Werkstätten mit verschiedensten Maschinen sowie Materiallager an.

Auf der Tour begegnen einem immer wieder gläserne Schalt- und Technikschränke. "An denen können wir Lernenden und Besuchergruppen erklären, wo überall Technik von Phoenix Contact im Einsatz ist", sagt Trompeter. An anderen Stellen gewähren Plexiglasscheiben im Boden einen Blick auf verlegte Kabel oder Aufbauten, was ebenfalls der Veranschaulichung diene. "Insgesamt ist das Trainings-Center auf die Industrie 4.0 ausgerichtet", sagt Trompeter.

Im Keller befinden sich nicht nur Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie ein Blockheizkraftwerk. Außerdem sind dort große Sozialräume mit Duschen und Umkleidebereichen vorgesehen. "So hat jeder, der beispielsweise mit dem Fahrrad kommen möchte, auch die Möglichkeit zum Umziehen", sagt Trompeter. Woran im Moment noch gebaut wird, ist das Restaurant, in dem es 250 bis 300 Plätze geben wird. "Bis das fertig ist, werden wir uns zunächst mit unserem Bistro behelfen", erklärt Trompeter, der sein Büro in Zukunft ebenfalls in dem Neubau haben wird.

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