Beim "Lost in Madness"-Festival fliegen die Haare

Laurenz Tegethoff

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Hard-Rock im Scheinwerferlicht: Sänger Graeme Sheridan erzeugt zusammen mit seiner Band „Psychedelic Bullet" Festivalatmosphäre. Das Licht und den guten Ton haben die Bands Torben Schmidt zu verdanken. - © Laurenz Tegethoff
Hard-Rock im Scheinwerferlicht: Sänger Graeme Sheridan erzeugt zusammen mit seiner Band „Psychedelic Bullet" Festivalatmosphäre. Das Licht und den guten Ton haben die Bands Torben Schmidt zu verdanken. (© Laurenz Tegethoff)

Schieder-Schwalenberg. Da hat es was auf die Ohren gegeben: Zum elften Mal tummelten sich die Rockfans der Umgebung in der Malerstadt. Das „Lost in Madness-Musikfestival" am Wochenende erwies sich einmal mehr als Publikumsmagnet im Mehrgenerationenhaus.

„Zusammen mit ,Rock am Köterberg’ sind wir eines der wenigen Rockfestivals im Großraum Schieder-Schwalenberg", sagte Marko Westermann. Der Kopf des Organisationsteams setzt sich seit Jahren mit großem Engagement für die Musikerszene im lippischen Südosten ein.

Die Idee für das Festival ist vor über zehn Jahren entstanden. Die Band „Headon" ist zusammen mit dem Förderverein „Kolibri" Gastgeber im Mehrgenerationenhaus Schwalenberg. „Unsere ersten Auftritte fanden im Jugendraum der Kirche statt. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahre ein immer größerer Bekanntheitsgrad in und um Schwalenberg", erzählte Westermann. „Mit 18 Jahren haben wir zusammen begonnen, unsere eigene Musik zu spielen. Das war die Grundlage für das heutige Festival", ergänzte Schlagzeuger Björn Spilker.

Mit dem Abendprogramm engagiert sich das Veranstalterduo seit Jahren für musikinteressierte junge Menschen und regionale Bands. Hinter den Kulissen war es bis kurz vor Konzertbeginn ziemlich wuselig zugegangen. Um Snacks und Getränke kümmerten sich ebenso viele Helfer wie um den Bühnen- und Kulissenbau. Speziell Torben Schmidt stach heraus. „Ohne Torben hören und sehen wir hier nichts", bestätigten die Bandmitglieder von „Headon". Zusammen mit den Musikern zog er am Mischpult die Regler und illuminierte die Bühne.

Das LIM-Festival holt auch Musiker von außerhalb in die Region, etwa aus dem Ruhrgebiet oder aus Meppen. Die Schwalenberger rockten diesmal gemeinsam mit „Psychedelic Bullet" aus Bad Pyrmont, „Corroding Sun" aus Soest und der Steinheimer Band „Necrotic Woods" den Saal. Rund 100 Gäste ließen über den Abend verteilt die Haare beim Headbanging fliegen und jubelten den Musikern zu. Ingo Gierschner, Vorsitzender des Fördervereins „Kolibri", sieht dem Festival auch in Zukunft positiv entgegen.

Ziel des Konzerts sei es Kontakte mit neuen Bands zu knüpfen, um das Festival für die Jugendlichen in den kommenden Jahren aufrechtzuerhalten.

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