Heimliche Doppelexistenz in Schwalenberg

Anja Imig

  • 0
Ausstellung „Magnus Zeller – Träumer und Visionär" - © Julia Holdack/Landesverband Lippe
Ausstellung „Magnus Zeller – Träumer und Visionär" (© Julia Holdack/Landesverband Lippe)

Schieder-Schwalenberg. Zu einer Führung durch die Ausstellung „Magnus Zeller – Träumer und Visionär“ in der Städtischen Galerie Schwalenberg lädt die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe für Sonntag, 12. Juni, 15 Uhr, ein. Die Ausstellung zeigt Grafiken und Gemälde von Zeller aus Privatbesitz.

"Der Berliner Künstler Magnus Zeller (1888-1972) malte hauptsächlich Motive mit politischem und gesellschaftskritischem Hintergrund oder religiöser Symbolik. Schon in den 1920er und frühen 1930er Jahren schuf er beeindruckende gesellschaftskritische Gemälde und Grafiken. Viele Arbeiten entstanden in Lippe. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten änderte Zeller scheinbar seinen Kunststil: er malte harmlose, unpolitische Genrebilder, Stillleben und Landschaften, die er zu den offiziellen Kunstausstellungen schickte. In aller Heimlichkeit führte er aber eine gefährliche Doppelexistenz und schuf regimekritische Bilder, darunter das Bild ,Der totale Staat (Hitlerstaat)´ von 1938, das sich heute im Besitz des Stadtmuseums Berlin befindet", erklärt der Landesverband in einer Pressemitteilung die Hintergründe.

Bei der Führung werde auch der Frage nachgegangen, weshalb Zeller ein solches Risiko eingegangen ist.

Teilnehmer zahlen den Museumseintritt von 2,50 Euro (ermäßigt 2 Euro), zuzüglich 1 Euro.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2022
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare