Schlänger Kita-Provisorium wird auf 50 Plätze aufgestockt

André Gallisch

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Lösung ist gefunden: Auf der linken Seite der Rasenfläche soll der Neubau der Kita „Regenbogen“ entstehen. - © Manfred Brinkmeier
Lösung ist gefunden: Auf der linken Seite der Rasenfläche soll der Neubau der Kita „Regenbogen“ entstehen. (© Manfred Brinkmeier)

Schlangen. Funktional, aber nicht wirklich attraktiv erscheint die Optik der Schlänger Kindertagesstätte „Regenbogen“. Sie residiert zurzeit in zahlreichen Containern am Rennekamp. Die LZ hat sich vor Ort umgeschaut.

Vielleicht ist es gerade diese besondere Situation, die den Besucher beim Betreten eine Atmosphäre von Zusammengehörigkeitsgefühl und Aufbruchstimmung spüren lässt. Hier schweißt der Geist, etwas sehr Schönes, Neues mitzuentwickeln, die acht Mitarbeiterinnen umso mehr zusammen – so der erste Eindruck.

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"Tragfähiger Kompromiss" bei Neubau

Noch vor den Sommerferien hat der Schlänger Rat einstimmig beschlossen, wie es mit der Kita „Regenbogen“ weiter geht. Demnach wird der Neubau der Einrichtung von 50 Metern Breite auf 41 Meter reduziert. Wie berichtet, standen für die Neubaulösung verschiedene Vorschläge zur Diskussion. Die Ratsentscheidung stellt einen Kompromiss zweier Varianten dar – zum einen war vorgeschlagen worden, die Kita direkt an das Kleinspielfeld von Fortuna Schlangen angrenzen zu lassen, zum anderen, das Kleinspielfeld auf eine Breite von 35 Metern zu verkleinern. Die Spitzen von Verwaltung und Sportverein sprechen in diesem Zusammenhang „von einem tragfähigen Kompromiss“. Geplant ist, dass die Kita im Juni 2016 umzieht, damit das Kindergartenjahr 2016/2017 dann gleich im neuen Gebäude starten kann. Es sollen viele Kastanienbäume erhalten bleiben. (mab)

Morgens zwischen 7 und 9 Uhr treffen die mittlerweile 37 Kinder in der Einrichtung an der Badstraße ein. „Für die Kinder ist diese Containersituation nichts Besonderes“, ist sich Leiterin Marion Gurcke sicher. Die hätten in dem Provisorium, das jetzt etwa Halbzeit feiere, ja ihre erste Kindergarten-Erfahrungen gemacht. Sehr viel Mühe haben sich Mitarbeiterinnen und auch die Eltern gegeben, das kantige Gebilde zumindest innen sehr kindgerecht zu gestalten.

„Beim Raum für die Teambesprechungen ist das nicht so gut gelungen“, bestätigt Marion Gurcke, dass das Hauptaugenmerk natürlich auf den Gruppenräumen und anderen, von den Kindern genutzten Räumen gelegen habe.

In den nächsten Wochen wird die Kapazität sogar noch auf 50 Plätze erhöht. „Dann haben wir zwei ü3- und eine u3-Gruppe“, erklärt die Leiterin die Hintergründe. Nach dem Begrüßungskreis und Frühstück haben die Kinder dann in den Gruppen reichlich Zeit zum freien Spielen. „Zweimal in der Woche werden wir zum Haus der kleinen Forscher“, weist Marion Gurcke auf ein besonderes Rahmenprogramm hin, in dem die Kinder Experimente in den Bereichen Natur und Technik machen. Die ganz Kleinen können sich im Gymnastikraum im Container tummeln. Aber für die schon etwas größeren Kinder bietet das benachbarte Sportzentrum am Rennekamp mit der Gymnastikhalle Platz zu sportlichem Ausprobieren.

Und wenn erst die Bauarbeiten für die Kindertagesstätte Regenbogen, deren Trägerschaft zum 1. August von der Gemeinde Schlangen auf die Johanniter-Unfallhilfe übergegangen ist, in der direkten Nachbarschaft beginnen, dann gibt es für die kleinen Forscher ja täglich ein zusätzliches Unterhaltungsprogramm zum Zuschauen.

Dies gilt auch für die Mitarbeiterinnen, die sich fast alle Festanstellungen zugunsten dieses zunächst mit einem gewissen Risiko behaftete Projekt verlassen haben. Nun, da der Fortbestand gesichert sei, bringt sich das Team intensiv mit in die Planung des Gebäudes ein. Natürlich auch in die Gestaltung des rund 3000 Quadratmeter großen Außenbereiches.
Das gesamte Areal bietet dann genug Spiel- und Spaßfläche für alle Kinder. „Zurzeit gehen wir mit den größeren Kindern auch mal auf den benachbarten Spielplatz „Am Tiwitt“, unterstreicht Marion Gurcke die Vielfalt der Möglichkeiten. Doch auch die Spielfläche am Container hat mit ihren liebevoll angelegten Geräten sowie dem von den Eltern gestalteten bunten Banner das Stadium eines Provisoriums fast schon überschritten.

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