Öffnung der Gauseköte rückt in weite Ferne

Erol Kamisli

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Die Gauseköte bleibt weiterhin gesperrt. - © Archiv: Jannik Stodiek
Die Gauseköte bleibt weiterhin gesperrt. (© Archiv: Jannik Stodiek)

Kreis Lippe. Ein Ende der Sperrung der Gauseköte (L 937) zwischen Detmold und Schlangen ist nicht absehbar – auch wenn die Ergebnisse der Erdbohrungen nun vorliegen, betont Sven Johanning, Pressesprecher des Landesbetriebes Straßen.NRW.

Das Gutachten zeige, dass die Böschungen aus sehr vielschichtigem Gestein bestünden, das nur sehr aufwendig bearbeitet werden könne. „Wir haben bisher noch keine Sanierungsidee und sammeln jetzt Vorschläge. Erst dann können wir über die die Art und Weise der späteren Maßnahmen entscheiden", erklärt Johanning.

Die „Ideensammlung" werde voraussichtlich bis November dauern, dann werde Straßen.NRW eine Entscheidung treffen und der Öffentlichkeit höchstwahrscheinlich ein Sanierungskonzept samt Dauer der Maßnahme präsentieren können. „Die Kosten hängen natürlich von der gewählten Baumaßnahme ab. Aber es wird nicht billig", sagt Johanning. Er rechne damit, dass die Bauarbeitern an der Gauseköte frühestens im Frühjahr 2020 starten.

Henning Schwarze von der Initiative Schlangen 4.0 betonte mehrfach, dass im „Gauseköte-Skandal" keine Ende in Sicht sei: „Straßen.NRW und das Verkehrsministerium lassen tausende Pendler und heimische Unternehmen seit Monaten im Stich." Angesichts der Inkompetenz bei der Sanierung müssten personelle Konsequenzen gezogen werden.

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