Podiumsdiskussion mit den Kandidaten Matthias Engel und Stefan Rother

Unterschiede zeigen sich im Detail

Raphael Bartling

  • 2
Wollen Bürgermeister werden: Stefan Rother (links) und Matthias Engel (rechts) mit LZ-Lokalchef Thorsten Engelhardt. 
- © Bartling
Wollen Bürgermeister werden: Stefan Rother (links) und Matthias Engel (rechts) mit LZ-Lokalchef Thorsten Engelhardt. (© Bartling)

Horn-Bad Meinberg. Es war für beide eine der letzten Möglichkeiten, unentschlossene Wähler aus Horn-Bad Meinberg für sich zu gewinnen. Eine Woche vor der anstehenden Stichwahl am Sonntag, 27. September, haben sich die zwei verbliebenen Bürgermeisterkandidaten Stefan Rother (parteilos) und Matthias Engel (SPD) im Rahmen einer Podiumsdiskussion den Fragen der Bürger gestellt.

Mehr als 200 Gäste wohnten der Veranstaltung unter der Moderation von LZ-Lokalchef Thorsten Engelhardt in der Horner Burgscheune am Sonntagabend bei. Schnell war klar: Beide Kandidaten haben eine genaue Vorstellung davon, was sich in der Stadt unter ihrer Ägide ändern soll. "Der Kotzenberger Hof kann nicht so bleiben, wie er heute ist. Als erstes werde ich einen Brief an den Besitzer schreiben. Ich will wissen, wie es weiter geht", erklärt Matthias Engel eine seiner ersten Amtshandlungen, falls er gewinnen sollte.

Information
Aufruf der Parteien

Alle Parteien der Stadt und die Bürgermeisterkandidaten fordern in einem gemeinsamen Aufruf die Bürger zum Wählen auf. Sie bitten: "Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch! Gehen Sie am 27. September im Interesse unserer Stadt zur Wahl!"

Stefan Rother will zunächst die Kommunikation innerhalb der Stadtverwaltung und auch nach außen hin stärken. Es müsse die Kultur eines kollegialen Miteinanders wieder eingeführt werden: "Zwischen den einzelnen Parteien und den Partnern der Stadt muss wieder miteinander und nicht übereinander gesprochen werden". Moderiert von Thorsten Engelhardt, gingen die beiden Kandidaten über zum direkten Dialog mit den Bürgern. Zum Thema Stadtwerke und deren Privatisierung sind sich Rother und Engel einig. Die Stadtwerke sollen in kommunaler Hand bleiben. Auch auf die Frage, ob sie für die Öffnung der Mittelstraße in Horn seien, antworteten beide Kandidaten mit einem klaren "Ja".

Als gravierendes Problem sieht Engel fehlende Arbeitsmöglichkeiten vor Ort. Eine Chance dafür biete der Industriepark: "Zu den bisher zwei Firmen, die heute schon im Industriepark sind, müssen noch weitere hinzu kommen". Mit einer neuen Tinnituskur will Engel zudem Bad Meinberg aufstellen. Rother dagegen sieht vor allem die Unattraktivität von Horn und Meinberg, etwa durch Leerstände und Verfall von Immobilien, als schwerwiegendes Problem. "Als Bürger muss ich mich wohlfühlen können, wenn ich mich hier aufhalte", so der Verwaltungsmanager. Die Wirtschaftsförderung soll künftig, wenn es nach Rother geht, künftig Chefsache werden: "Dies Thema ist so wichtig, dass man es nicht auf die zweite oder dritte Ebene verlagern darf." Gegenwind von Matthias Engel: "Im Rahmen einer direkten Wirtschaftsförderung finden regelmäßig Gespräche mit Firmenvertretern statt."

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2020
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

2 Kommentare
2 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!