Stefan Rother ist klarer Sieger

Manfred Brinkmeier

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Fairer Verlierer: Matthias Engel (Mitte) gratuliert hier kurz nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses Stefan Rother im voll besetzten Rathaussaal in Horn zum Wahlsieg. - © Manfred Brinkmeier
Fairer Verlierer: Matthias Engel (Mitte) gratuliert hier kurz nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses Stefan Rother im voll besetzten Rathaussaal in Horn zum Wahlsieg. (© Manfred Brinkmeier)

Horn-Bad Meinberg. Die Stadt Horn-Bad Meinberg hat einen neuen Bürgermeister. Der parteilose Stefan Rother löst den dienstältesten Bürgermeister Nordrhein-Westfalens, Eberhard Block (SPD), ab. Stefan Rother setzte sich gestern Abend bei der Stichwahl deutlich gegen seinen Mitbewerber Matthias Engel (SPD) durch.

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Während das Wahlergebnis am 13. September mit 70 Stimmen Vorsprung zugunsten von Stefan Rother noch denkbar knapp ausgefallen war, kam er nun bei der Stichwahl auf einen deutlichen Vorsprung von 774 Stimmen. Schon nach wenigen ausgezählten Stimmbezirken hatte der 52-Jährige vorne gelegen und gab diese Führung auch bis zum Schluss nicht mehr ab.

Kein Wunder, dass er im Laufe des Abends während der Präsentation der Wahlergebnisse aus den einzelnen Stimmbezirken immer gelöster wirkte. Im selben Atemzug war seinem Konkurrenten Matthias Engel schnell klar, dass er den Rathaussaal an diesem Abend als Verlierer verlassen würde.

Während bei der Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses durch Bürgermeister Eberhard Block bei den Parteien von CDU, Grünen, FDP und der Linken, die Rother während des Wahlkampfes unterstützt hatten, grenzenloser Jubel ausbrach, hielt sich der Wahlgewinner merklich zurück. Rother richtete nur wenige Worte an das Publikum im voll besetzten Rathaussaal. Dabei bedankte er sich beim „sehr guten Wahlkampfteam“, das diesen großen Erfolg erst ermöglicht habe.

Er verwies aber zugleich auch darauf, dass er ein parteiloser Bürgermeister sei. Er könne sich auch nicht vorstellen, jemals einer Partei beizutreten. Er werde ausdrücklich allen die Hand reichen, betonte Rother ausdrücklich. „Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit aber auch bei Herrn Engel für den fairen Wahlkampf bedanken.“

Nach diesem langen Wahlkampf sei bei ihm natürlich die Enttäuschung sehr groß, erklärte Engel gegenüber der LZ. „Für eine Analyse ist jetzt nicht der richtige Augenblick. Aber selbstverständlich übernehme ich die Verantwortung für diese eindeutige Wahlniederlage. Es war kein Vorteil für mich, als Beigeordneter für das Bürgermeisteramt kandidiert zu haben. Ich wünsche Herrn Rother viel Glück dabei, das Rathaus und die Stadt zu führen.“ Er sei sich der Gründe, die zur Niederlage geführt hätten, sehr wohl bewusst, betonte Engel. „Ich werde allerdings erst in nächster Zeit etwas dazu sagen.“

Mit ihm werde die Wirtschaftsförderung zur Chefsache, wiederholte Rother. „Unter meiner Führung wird Herr Engel aber nicht abgestellt. Er wird im Interesse der Stadt wichtige Aufgaben wahrnehmen. Ich denke, dass wir beide professionell genug aufgestellt sind, um vernünftig zusammenzuarbeiten. Es wird keine Tritte unter der Gürtellinie geben.“

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