Erstsemester der Hochschule OWL arbeiten praxisorientiert und entwickeln reale Produkte

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Erstsemester der Lebensmitteltechnologie arbeiten von Beginn an praxisorientiert - © Christian Schmidtchen
Erstsemester der Lebensmitteltechnologie arbeiten von Beginn an praxisorientiert (© Christian Schmidtchen)

Kreis Lippe. Vegane Schaumküsse und Gemüsepralinen entstehen in der „LebensmittelWERKSTATT" des Fachbereichs 4 „Life Science Technologies" an der Hochschule OWL. Die Erfinder dieser Köstlichkeiten sind Studenten im ersten Semester. Schon mit Beginn des Studiums werden Produkte entwickelt und damit praxisorientiert gearbeitet.

Wenn sich der Fachbereich in der jährlichen Projektwoche präsentiert, ist die LebensmittelWERKSTATT immer ein wichtiger Bestandteil. „Das kommt sowohl bei den Studierenden als auch in der Außenwirkung sehr gut an", lobt Prof. Dr. Barbara Becker das Projekt, das gerade Fördermittel für weitere vier Jahre zugesichert bekommen hat. Unternehmen stellen Geräte zur Verfügung oder sponsern Zutaten. Auch Ideen von Firmen für Forschungsvorhaben und Fragestellungen seien immer willkommen, sagt Dekanin Prof. Dr. Barbara Becker.

Der Fachbereich umfasst unter anderem die Lebensmitteltechnologie mit den Studienschwerpunkten Fleisch-, Getränke- und Süßwarentechnologie sowie den Lehramtsstudiengang an Berufskollegs mit den Fachrichtungen Lebensmitteltechnik und Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaft, der in Kooperation mit der Uni Paderborn angeboten wird. Praxisbezug sei immer wichtig, erklärt Prof. Dr. Barbara Becker. So arbeiten die 21 Professorinnen und Professoren nicht nur wenn es um Bachelor- und Masterarbeiten geht eng mit der Industrie zusammen. Zusätzlich unterrichten viele Lehrbeauftragte aus der Industrie im Fachbreich und bringen ihre Erfahrungen mit ein.

Seit zwei Jahren wird das Lehrangebot des Fachbereiches durch berufsbegleitende duale Studiengänge der Lebensmitteltechnologie, der Technologie der Kosmetika und Waschmittel und der Pharmatechnik ergänzt. Aktuell nutzen rund 20 Studierende dieses Angebot. „Die Studierenden bleiben während des Studiums im Unternehmen beschäftigt" erklärt Prof. Dr. Barbara Becker. Das Studium werde von den Firmen finanziert. „Es handelt sich um ein Studienangebot, mit dem die Unternehmen ihr Personal qualifizieren und binden können."

Neben dem berufsbegleitenden Dualen Studium wird es ab dem Wintersemester 16/17, das heißt noch in diesem Jahr, ein weiteres duales Studium im Studienschwerpunkt Back- und Süßwarentechnologie geben. Hier können Azubis ausbildungsbegleitend ein Studium absolvieren. Dazu kooperiert die Hochschule mit der Zentralfachschule der deutschen Süßwarenwirtschaft in Solingen (ZDS). Die Studierenden verbringen wechselnd ein Jahr im Betrieb und an der Fachschule oder an der Hochschule. Während ein reines Bachelor-Studium drei Jahre dauert, haben die Absolventen hier nach viereinhalb Jahren die abgeschlossene Ausbildung und den Hochschulabschluss in der Tasche. Voraussetzung ist die Hochschulzulassung und eine Ausbildungsstelle im Unternehmen mit Anbindung an die ZDS.

Überall sei in dem Fachbereich die enge Verzahnung mit der Industrie spürbar, fasst Prof. Dr. Barbara Becker zusammen. „Diese Zusammenarbeit ist in den gut 45 Jahren, seitdem es den Fachbereich gibt, stetig gewachsen – eine WIN-WIN Situation für Studierende und Industrieunternehmen."

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