Foltermord-Prozess: Ärztliche Behandlung hätte Susanne F. retten können

Liveticker aus dem Gericht

Jürgen Mahncke

Die Angeklagten Angelika W. (4.v.l) und Wilfried W. (3.v.r) im Schwurgerichtssaal vom Landgericht Paderborn. - © picture alliance / Friso Gentsch/dpa (Archiv)
Die Angeklagten Angelika W. (4.v.l) und Wilfried W. (3.v.r) im Schwurgerichtssaal vom Landgericht Paderborn. (© picture alliance / Friso Gentsch/dpa (Archiv))

Paderborn/Höxter. Im Prozess um die Foltermorde von Höxter ging es am 41. Prozesstag vor allem um ein drittes Gutachten, welches die näheren Todesumstände des zweiten Opfers, Susanne F., beleuchtet.

Bei den zwei vorherigen medizinischen Gutachten war es in der Frage zum Tode der Susanne F. zu widersprüchlichen Ergebnissen gekommen. Hauptaugemerk des dritten Gutachtens war die Frage, ob der Tod von Susanne F. mit schneller ärztlicher Hilfe hätte verhindert werden können. auch dieses Gutachten kann den genauen Entstehungszeitpunkt der Kopfverletzung nicht klären. Hinsichtlich der ärztlichen Hilfe kommt es jedoch zu dem Schluss, dass bei rechtzeitiger Operation der Hirnblutung, Susanne F. eine bessere Chance zu überleben gehabt hätte.

Über Jahre hinweg sollen die beiden Angeklagten Angelika W. und Wilfried W. Frauen in ihr Haus nach Höxter-Bosseborn gelockt und dort schwer misshandelt haben. Susanne F. war eines von zwei Todesopfern.

Die Kollegen der NW berichteten live aus dem Landgericht Paderborn: 

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