Der Reitverein Lippische Rose lockt vor allem junge Pferdefreunde an

Tanja Watermann

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Eine starke Gemeinschaft: Insgesamt hat der Reitverein „Lippische Rose" mehr als 400 Mitglieder. Fast die Hälfte ist unter 18 Jahren alt. Das Foto repräsentiert die einzelnen Sparten mit Spring-, Dressur-, Freizeit- und auch Jagdreitern sowie natürlich den Voltigiermannschaften. Der große Außenplatz eignet sich hervorragend für Springprüfungen bis zur hohen Klasse. - © Tanja Watermann
Eine starke Gemeinschaft: Insgesamt hat der Reitverein „Lippische Rose" mehr als 400 Mitglieder. Fast die Hälfte ist unter 18 Jahren alt. Das Foto repräsentiert die einzelnen Sparten mit Spring-, Dressur-, Freizeit- und auch Jagdreitern sowie natürlich den Voltigiermannschaften. Der große Außenplatz eignet sich hervorragend für Springprüfungen bis zur hohen Klasse. (© Tanja Watermann)

Oerlinghausen-Währentrup. Wer den Reitverein „Lippische Rose" besucht, wird auf dem Hof Brokmeier an der Währentruper Straße gleichermaßen freundlich durch das Wiehern der Pferde sowie einem netten Hallo der Mitglieder, die gerade vom Reiten kommen, begrüßt. Seit 1990 befindet sich der Verein auf der Anlage, die für Spring-, Dressur- und Freizeitreiter, aber auch die Voltigierer optimale Bedingungen bietet.

Seit der Gründung 1975 engagiert sich der Verein besonders in der Jugendarbeit. Die unter 18-jährigen Mitglieder stellen rund die Hälfte des 400 Köpfe zählenden Clubs. Ausbildung wird hier groß geschrieben und die Reiter erhalten vom Einsteiger bis zum Turnierreiter qualifizierten Unterricht durch die Reitlehrer.

Mit Liebe zum Detail: die Standarte des Reitvereins „Lippische Rose", der in Oerlinghausen-Währentrup sein Domizil hat. - © Privat
Mit Liebe zum Detail: die Standarte des Reitvereins „Lippische Rose", der in Oerlinghausen-Währentrup sein Domizil hat. (© Privat)


Damit sich auch die Pferde weiterentwickeln können, wird ein Beritt der Pferde angeboten. Die sieben Schulpferde fristen kein trauriges Dasein als „Sportgerät", wie man es leider von manchen anderen Ställen kennt. Jedes der Tiere hat mindestens einen persönlichen Paten, der sich am Wochenende und in der Freizeit um das Wohlergehen und den Ausgleich zu den Unterrichtsstunden kümmert und auch Sattel und Trense in Ordnung hält.

„Ungefragt schlagen sich unsere Paten auch eine Nacht um die Ohren, wenn das Pferd krank ist und das Bein gekühlt oder wegen einer Kolik stundenlang geführt werden muss", berichtet Jugendwartin Ann-Kathrin Kessemeier. Sie selbst ist seit 15 Jahren dabei und lobt das Verantwortungsbewusstsein, das selbst die Jüngsten hier schon im Umgang mit den Pferden lernen. Viele gemeinsame Aktivitäten stärken den Gemeinschaftssinn und sorgen dafür, dass keine Unterschiede zwischen den einzelnen Reit-Sparten gemacht werden.

Für die ambitionierten Reiter stehen eine Longierhalle, zwei Reithallen, eine Führanlage und zwei Außenplätze zur Verfügung, die ein stetiges Ganzjahrestraining möglich machen. Für die Pferde gibt es Paddocks und Weiden. Dass sich gutes Training auszahlt, beweisen die Turnierreiter, die oft auf dem Treppchen stehen und stolz ihre Schleifen zurück nach Währentrup bringen.

Erfolgreich: Beim großen Sommerturnier des Reitvereins im August hat es Vereinsmitglied Lena Biermann auf Collin 99 besonders spannend gemacht. Im schweren M**-Springen mit Siegerrunde errang sie einen guten achten Platz. - © Tanja Watermann
Erfolgreich: Beim großen Sommerturnier des Reitvereins im August hat es Vereinsmitglied Lena Biermann auf Collin 99 besonders spannend gemacht. Im schweren M**-Springen mit Siegerrunde errang sie einen guten achten Platz. (© Tanja Watermann)


Für die Freizeitreiter ist es ebenso ein Paradies, denn der Teutoburger Wald bietet mit den leichten Anhöhen und langen Waldwegen durch die Natur ein perfektes Ausreitgelände. Vorstandsmitglied Jörn Grabe (58) lobt das tolle Engagement aller Vereinsmitglieder. „Die große Anlage ist sehr gepflegt und wir bekommen auf dem großen Turnier viel Lob. Unser Verein ist wie ein Getriebe, bei dem jedes Zahnrad wichtig ist. Auch wenn es scheinbar noch so klein ist", erklärt der engagierte Pressewart.

Auf seinem T-Shirt prangen groß die Buchstaben „HRK", die ihn als Teammitglied der inzwischen 18-köpfigen „Herren-Reitsport-Kameradschaft" ausweisen. „Aus einer Idee heraus, dass auch die Papas mehr auf dem Pferd sitzen sollen, ist unsere Herrenrunde entstanden, die auch bei der Weihnachtsfeier und beim Turnier kräftig anpackt", erklärt Jörn Grabe.

Der Zusammenhalt im Verein fällt positiv auf. Auch die rund 70 Voltigierer im Alter von sechs bis 22 Jahren, die in acht Gruppen trainieren, sind voll ins Vereinsleben integriert. Mit zwei Anfänger- und sechs Breitensportgruppen ist der Verein breit aufgestellt.

Wer Reiten lernen möchte, ist im Verein gut aufgehoben, denn der sanfte Einstieg für die Jüngsten über das Voltigieren oder für Spät- oder Wiedereinsteiger über qualifizierten Longen-Unterricht hilft jedem in den Sattel. Durch die Weihnachtsfeier, das Osterfeuer, gemeinsame Ausritte oder als Helfer beim großen Turnier, wird man schnell in das Vereinsleben aufgenommen. Viele Abende klingen nach der Reitstunde oder der Pferdepflege gemütlich im Reiterstübchen oder an der Grillhütte aus. Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen.

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