Verfahren gegen Walpurgis eingestellt

Ex-Arminia-Aufsichtsrat akzeptiert Geldauflage

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Bielefeld (gär). Der Unternehmer und frühere Aufsichtsrat von Arminia Bielefeld, Peter Walpurgis, muss nicht mehr wegen möglicher Steuervergehen vor Gericht. Das letzte gegen Walpurgis am Bielefelder Landgericht noch offene Verfahren sei nun gegen die Zahlung einer Geldauflage vorläufig eingestellt worden, bestätigte Guiskard Eisenberg, Sprecher der Justizbehörde, auf Anfrage.

Alle Verfahrensbeteiligten hätten sich auf dieses Prozedere geeinigt, sagte Eisenberg. Über die Höhe der Geldauflage wollte er keine Angabe machen. Sie dürfte aber wohl nicht besonders hoch sein. Denn zur Anklage stand in diesem Verfahren "nur" noch die Hinterziehung von rund 200.000 Euro Steuern in den Jahren 2005 und 2006.

Walpurgis kam in dieser langen Justizgeschichte somit glimpflich davon. In einer ersten Anklage hatte die Bielefelder Staatsanwaltschaft ihm Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vorgeworfen, weil es beim Verkauf einer Sicherheitsfirma angeblich zu verdeckten Gewinnausschüttungen in Millionenhöhe gekommen war. Walpurgis beteuerte stets, er lebe in Kitzbühel und habe in Österreich auch alle Steuern gezahlt.

Das Landesgericht Innsbruck sprach Walpurgis Anfang 2013 vom Vorwurf der Steuerhinterziehung frei. Das Landgericht Bielefeld erklärte danach die erste Anklage für erledigt, weil niemand zweimal in der gleichen Sache verfolgt werden dürfe.

Als das Landgericht auch mit der zweiten Anklage so verfahren wollte, hob das OLG Hamm diesen Beschluss auf und verwies ihn zurück. Mit Zahlung der Geldauflage sind für Walpurgis alle strafrechtlichen Kapitel beendet.

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