Neue Dickhäuter für den Safaripark

Die 39-jährige Didi hat jetzt endlich wieder Gesellschaft

Sabine Kubendorff

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Nicht länger alleine: Elefantendame Didi (39) hatte im April 2014 Jahr

den letzten ihre ursprünglich fünf Kollegen verloren. - © URI
Nicht länger alleine: Elefantendame Didi (39) hatte im April 2014 Jahr den letzten ihre ursprünglich fünf Kollegen verloren. (© URI)

Schloß Holte-Stukenbrock. "Mausi und Baby geht´s bestens", sagt Susanne Stubbe. Sie ist Pressesprecherin des Safariparks, wo die beiden Elefantendamen aus Friedberg (Hessen) ein neues Zuhause gefunden haben. Eine 15.000 Quadratmeter große Freianlage, die, sagt Stubbe, weit über die Vorgaben des Säugetiergutachtens hinaus gehe. Die Tierrechtsorganisation PETA hingegen sagt: Der Safaripark sei nicht gerade ein Traum für Elefanten.

PETA hatte gestern vermeldet, der Friedberger Zirkus Renz habe nach ihren Protesten die Elefanten an den Safaripark abgegeben. Da staunt Fritz Wurms. Der Safaripark-Chef sagt: "Die PETA ist nie an uns herangetreten, und wir hatten mit dieser Organisation keinen Kontakt." Vielmehr sei es Daniel Renz gewesen, der für seine Tiere ein neues gutes Zuhause gesucht habe. Denn Renz reise nicht mehr und trete auch nicht mehr auf. PETA wirft Renz vor, seine Tiere schlecht zu behandeln und kritisiert die Haltungsbedingungen.

Vor Ort in Friedberg habe sich Wurms ein Bild gemacht, sagt Susanna Stubbe auf Anfrage der Neuen Westfälischen. Begleitet worden sei er von einem erfahrenen Elefantenpfleger. "Die Tiere standen gut im Futter, hatten genug zu fressen, waren in einer Halle mit angrenzendem Außengehege untergebracht", berichtet Fritz Wurms. "Sie machten einen guten Eindruck." Sicherheit hätten ihm darüber hinaus die Gespräche gegeben, ergänzt Susanna Stubbe, die er mit dem Veterinäramt Friedberg geführt haben. "Nach meinem Kenntnisstand hat die zuständige Amtsärztin die Tiere alle zwei Wochen besucht", sagt Fritz Wurms.

Verhaltensstereotypen und deformierte Beine, die PETA bemerkt haben will, sind nach Angaben von Susanna Stubbe im Safaripark nicht zu beobachten. "Mausi und Baby fühlen sich sichtlich wohl, bewegen sich gerne und ausgiebig und sind kugelrund."

Und sie verstehen sich prächtig mit Elefantendame Didi, wie Parkchef Fritz Wurms bilanziert. "Nicht selbstverständlich für erwachsene Tiere", sagt Stubbe. Die 39-jährige Didi hatte im vergangenen April den letzten von vormals fünf Kollegen im Gehege verloren und war zuletzt doch recht einsam gewesen. Dass sie jetzt zwei neue Freundinnen dort hat - beide sind 33 Jahre alt -, scheint ihr offenbar gut zu gefallen. Nach Schilderung von Susanna Stubbe spielen und toben sie gemeinsam im Freigehege, genießen es zu rennen, zu toben, den Sandberg zu erklimmen und am Teich zu spielen.

Wenn der Safaripark am Mittweg in Stukenbrock-Senne am 28. März wieder öffnet, können die Besucher die Tiere erstmals sehen. Und sich selbst ein Bild machen.

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