Im Tierpark Olderdissen ist der Nachwuchs los

Kleine Zwergziegen und Frischlinge toben durch die Gehege

Kurt Ehmke

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Nachwuchs: Im Tierpark Olderdissen gibt es zahlreiche Jungtiere - wie diese Frischlinge. - © Barbara Franke
Nachwuchs: Im Tierpark Olderdissen gibt es zahlreiche Jungtiere - wie diese Frischlinge. (© Barbara Franke)

Bielefeld. Als die routinierten Tierpfleger sich die Baby-Böcke schnappen, reißen die handballgroßen schwarzen Zwerg-Ziegen kurz einmal ihre Mäuler auf – und heraus kommt ein schrilles, glockenhelles „Mäh“. Dann ist Ruhe. Und die beiden staunen mehr als dass sie Angst hätten. Neugierig schauen sie vom Arm der Tierpfleger herunter auf die erwachsenen Tiere, die ums Futter rangeln. Frühlingszeit, Babyzeit – im Tierpark erwacht das Leben.

Die Luchse sind bereits auf dem Weg zum dritten Nachwuchs, es wird heftig geflirtet im Gehege. „Das sieht gut aus“, sagt Tierparkleiter Herbert Linnemann – vergangenes Jahr tollten drei Luchsbabys herum. Nachwuchs bahnt sich auch bei den Kolkraben an – die Tiere brüten bereits. Und für jeden sichtbar Nachwuchs haben die Zwergziegen, Samstag wurden die beiden schwarzen Böcke geboren. Hier, im Streichelzoo, „geht das jetzt bis Ostern immer so weiter“, sagt Tierpfleger Dieter Bogaschewski.

Er grinst seinen Kollegen Anton Jadwiszczok an, sagt: „Wir haben das hier so organisiert, dass die nun alle paar Tage Nachwuchs bekommen“. Fast alle Weibchen sind trächtig, der Bock hat ganze Arbeit geleistet.

Gleich zehn kleine Schweinchen toben bei den Wildschweinen herum, die Frischlingen stammen aus zwei Würfen. Und, anders als im Vorjahr, geht es ihnen auch gut, „der Februar war schön und trocken“, sagt Jadwiszczok, „das mögen die Tiere“.

Fleißig am Nestbauen sind auch die Graureiher – freie Gäste des Zoos, die aber immer wieder in ihre Kolonie zurückkehren. „Sie verlagern ihre Kolonie aber ganz langsam in Richtung des Teiches an der Dornberger Straße“, hat Bogaschewski beobachtet.

Ob es irgendwann einmal zu einer Brut von Störchen kommt, bezweifelt er – zwar gibt es die Bruthilfe auf dem Dach gegenüber vom Meierhof; und es gibt auch einen Storch, der seit Jahren regelmäßig für eine Woche auftaucht, „aber es fehlt ein Biotop in der Nähe.“ Also: eine Feuchtwiese voller Frösche. Zudem liege der Tierpark nicht in einer Flugschneise der Störche.

Der Heimattierpark kostet keinen Eintritt, nur Auto-Parkgebühren – und hat immer offen.

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