SEK-Einsatz in Bielefeld: Messerstecherei mit mehreren Verletzten

Alexandra Buck und Jens Reichenbach

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Polizei (© Torben Gocke)

Bielefeld. Das SEK musste am Freitagmorgen zu einem Einsatz in Bielefeld-Senne ausrücken. Am Schillingshof, einer Einrichtung von Bethel.regional in der Nähe des Flugplatzes Windelsbleiche, hat es eine Messerstecherei mit mehreren Verletzten gegeben.

Gegen 7.45 Uhr alarmierte die Angestellte einer Suchtkrankeneinrichtung die Polizei und berichtete von einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der ein Bewohner durch ein Messer verletzt worden sein sollte. Ereignet hatte sich die Auseinandersetzung in einer 2er-Wohngemeinschaft der Wohnungslosenhilfe.

Am Einsatzort am Ostkampweg traf die Polizei auf einen 33-jährigen Heimbewohner, der eine Schnittverletzung an der Hand davon getragen hatte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Zu diesem Zeitpunkt befand sich nach ersten Erkenntnissen mindestens ein Täter noch in der Wohnung der Opfer, in der die Auseinandersetzung stattgefunden haben sollte.

"Weil für uns anfangs nicht klar war, ob noch weitere Bewohner gefährdet sind, haben wir das Spezialeinsatzkommando alarmiert", erklärte Polizeisprecherin Sonja Rehmert. Das SEK sollte die Umstände der Situation in Erfahrung bringen und dann den Täter festnehmen.

Dies geschah relativ schnell, so dass SEK-Beamte schließlich in der Wohnung am Ostkampweg zwei Täter vorläufig festnehmen konnten. Einer der Täter aus Bielefeld (29) leistete bei seiner Festnahme erheblich Widerstand. Er wurde dadurch verletzt, wurde vor Ort ärztlich versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Der andere Täter - ein 36-jähriger Bielefelder - kam ins Polizeigewahrsam.

Beide Täter sind nach Auskunft von Sonja Rehmert nicht am Schillingshof gemeldet. Wie eine Sprecherin von Bethel.regional-Leitung Süd mitteilte, sind Übernachtungen von Gästen in den Wohnungen der Wohnungslosenhilfe nicht erlaubt. Ob die Täter also noch in der Nacht eintrafen oder erst am frühen Morgen und ob es sofort zum Streit kam oder erst im Laufe eines Trinkgelages, ist noch völlig unklar.

Später traf die Polizei einen weiteren Mann (37) an, der Faustschläge erlitten hatte und ebenfalls verletzt wurde. Er konnte vor Ort ärztlich versorgt werden.

Anschließend konnten beide Opfer nach ambulanter Behandlung entlassen werden.Alle Beteiligten standen teils erheblich unter Alkoholeinfluss. Alkoholkonsum ist in den Wohnungen der Wohnungslosenhilfe erlaubt, nicht aber in den ebenfalls auf dem Gelände befindlichen Einrichtungen der Suchthilfe. Dorthin war der Verletzte aber um 7.45 Uhr gegangen, um sich helfen zu lassen.

Die Ermittlungen der Kripo zu der gefährlichen Körperverletzung dauern an. Die Hintergründe für die Auseinandersetzung sind bislang nicht bekannt.

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