Bei SCP-Aufstieg: Benteler-Arena erfüllt nicht die Auflagen

Birger Berbüsse und Frank Beineke

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SC Paderborn 07 - Hamburger SV 04 in der Benteler-Arena. Paderborner Fans machen Stimmung vor dem Spiel. - © Friso Gentsch/dpa
SC Paderborn 07 - Hamburger SV 04 in der Benteler-Arena. Paderborner Fans machen Stimmung vor dem Spiel. (© Friso Gentsch/dpa)

Paderborn. 50 Vereine hatten eine Lizenz für die 1. und 2. Fußball-Bundesliga beantragt. Und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat erst einmal keinem Bewerber die Lizenz verweigert. Diverse Klubs erhielten die Spielberechtigung allerdings nur unter Auflagen und Bedingungen. Dazu zählt der SC Paderborn, der bei einem Erstliga-Aufstieg ein Problem mit seinem Stadion bekommen könnte.

Die Benteler-Arena hat zwar die Mindestkapazität von 15.000 Zuschauern und ist auch wie in den DFL-Statuten gefordert rundum überdacht. Doch seit dem 1. Juli 2017 müssen Erstliga-Stadien mindestens 8.000 Sitzplätze haben. Und die 2008 eröffnete Arena kommt derzeit nur auf 5.800. Eine Umrüstung von Steh- auf Sitzplätzen ist nicht möglich, da sonst die besagte Mindestkapazität unterschritten wird. Somit bleibt nur eine Stadionerweiterung, die aber wohl noch nicht zur Saison 2019/20 erforderlich sein dürfte.

Ausbau zur Spielzeit 2020/21 denkbar

„Wir würden wohl eine Ausnahmegenehmigung bekommen. Möglicherweise gilt die dann sogar für zwei Jahre", erklärt SCP-Geschäftsführer Martin Hornberger. Andernfalls müsste spätestens zur Spielzeit 2020/21 die Erweiterung her. Entsprechende Pläne würden bereits in der Schublade liegen. Die neuen Tribünen könnten wie eine Art Balkon als Oberrang rund ums Stadion eingehängt werden und würden etwa 3.000 zusätzliche Sitzplätze bieten. Während des Saisonbetriebs wären wohl nur kleinere Vorarbeiten möglich. Die eigentliche Baumaßnahme würde dann in der Sommerpause 2020 durchgeführt. Doch all das ist noch Zukunftsmusik.

Bei einem Erstliga-Aufstieg müsste der SC Paderborn zudem sein Personal fürs Nachwuchsleistungszentrum weiter aufstocken. Zusätzliche Vollzeitstellen wären dann zu besetzen. Bei der Lizenz für die 2. Bundesliga müsste der Verein unterdessen vor allem wirtschaftliche Auflagen erfüllen. „Es ist aber nichts dabei, was uns überrascht. Wir hatten mit all dem gerechnet", betont SCP-Geschäftsführer Martin Hornberger.

Glaube an den Aufstieg ist groß

Es sind nur noch vier Spieltage bis zum Saisonende und der SC Paderborn 07 steht nach dem 2:1 bei Holstein Kiel auf dem Relegationsplatz. Und nicht nur das: Der SCP kann sogar aus eigener Kraft den 2. Platz erreichen, der den direkten Aufstieg in die 1. Liga bedeuten würde.

Der HSV liegt aktuell nur noch zwei Punkte vor den Paderbornern und müssen am vorletzten Spieltag in der Benteler Arena antreten.

Die Aussicht auf eine Rückkehr ins Fußball-Oberhaus lässt die Fans natürlich nicht kalt. Online ist der Glaube an den Aufstieg schon groß.

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Spannend wird es für SCP-Fans am Sonntag, 28. April, wieder. Um 13.30 Uhr tritt ihr Verein im Heimspiel gegen Heidenheim an, zeitgleich will sich der HSV gegen den 1. FC Union Berlin behaupten.

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