Artist im Circus Krone stürzt während der Vorstellung ab

Jürgen Mahnke und Stefan Gerold

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Zirkus (© Symbolbild: Pixabay)

Bielefeld. Bei der Abendvorstellung ist am Sonntag ein Artist im Circus Krone abgestützt. Der männliche Part des Duos Splash wurde verletzt in ein Bielefelder Krankenhaus eingeliefert.

Gleich zu Beginn der Vorstellung hatte das aus Russland stammende Duo seinen Auftritt. Die Artistin wurde an einem Seil in die Höhe gezogen und hielt ein Tau zwischen den Zähnen, an dem sich wiederum ihr Partner festhielt. Doch das Tau entglitt ihrem Mund und der Artist stürzte aus sechs Metern Höhe ab. "Menschliches Versagen", erklärte Krone-Sprecher Andreas Kielbassa die Unfallursache gegenüber dieser Zeitung.

Der Artist wurde sofort von den Sanitätern des Circus' versorgt, bis Rettungshubschrauber Christoph 13 einen Notarzt an die Radrennbahn brachte. Nach der Erstversorgung wurde der Mann mit einem Rettungswagen in ein Bielefelder Krankenhaus gebracht.

Bei der ersten Untersuchung wurden laut Krone-Sprecher keine Brüche diagnostiziert. Der Patient habe aber über starke Rückenschmerzen geklagt, die vermutlich durch starke Prellungen hervorgerufen worden sind. Laut Krone-Sprecher würden die Artisten solche Stürze aus großer Höhe üben, darum sei dieser Unfall vergleichsweise glimpflich abgegangen.

"Das ist eben unser Berufsrisiko, aber die Show muss und wird weitergehen", wird der verunglückte Artist zitiert. So wurde die Vorstellung am Sonntagabend nur kurz unterbrochen und dann bis 21 Uhr fortgeführt.

Artist meldet sich zu Wort

Noch in der Nacht meldete sich der Artist nun aus dem Krankenhaus. Er gab Entwarnung.

"Glück im Unglück" - so startet die offizielle Facebook-Nachricht an alle Zirkus-Fans. In seiner russischen Muttersprache sowie auf Englisch erklärt Abakumov dann mit schon wieder sichtbar aufgeheiterter Miene, dass er sich gut fühle. "Leider bin ich nun hier (im Krankenhaus), aber so ist das Leben. (Den Beruf) habe ich selbst gewählt." Umgeben ist Abakumov von Freunden und Kollegen wie etwa Löwen-Dompteur Martin Lacey Junior sowie seiner Ehefrau, die ihn alle jederzeit unterstützten, betont er.

Wie schlimm solch ein Unfall hätte enden können, wird aber auch deutlich. Wie ein "zweiter Geburtstag" sei der heutige Tag, sagt etwa Lacey Junior. "Er hat sehr viel Glück gehabt." Abakumov hat den ersten Schock aber offensichtlich verdaut. "Ich warte hier auf einen Gin Tonic, aber er kommt einfach nicht", flachst er bereits wieder. Er werde schnellstmöglich wiederkommen, kündigt er noch an. "Morgen", sagt er. Und rudert dann schmunzelnd doch etwas zurück. "Wir werden sehen."

Wie berichtet, wurden laut Krone-Sprecher Andreas Kielbassa am Abend keine Brüche diagnostiziert. Der Patient habe aber über starke Rückenschmerzen geklagt, die vermutlich durch starke Prellungen hervorgerufen worden sind. Laut Kielbasse würden die Artisten solche Stürze aus großer Höhe üben, darum sei dieser Unfall vergleichsweise glimpflich abgegangen.

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