Schwerer Lkw-Unfall: A 2 mit Metallteilen übersät

Dennis Rother

Ein Lasterfahrer hielt am Bielefelder Berg offenbar den Seitenabstand zu einem Pannen-Fahrzeug nicht ein. - © Pixabay
Ein Lasterfahrer hielt am Bielefelder Berg offenbar den Seitenabstand zu einem Pannen-Fahrzeug nicht ein. (© Pixabay)

Bielefeld. Wegen eines schweren Unfalls musste die Autobahn 2 bei Bielefeld in der Nacht zu Freitag komplett gesperrt werden. Nach bisherigem Kenntnisstand der Einsatzkräfte prallte aus noch ungeklärter Ursache ein Lastwagen seitlich gegen einen Sattelzug.

Die Ladung eines der Lkw verteilte sich quer über die Fahrbahn, es entstand erheblicher Sachschaden. Bis etwa 7 Uhr kam es wegen Bergungs-, Aufräum- und Säuberungsarbeiten zu erheblichen Verkehrsproblemen. Der Verkehr staute sich wegen gesperrter Fahrspuren über Stunden auf bis zu sechs Kilometer.

Wie die Polizeileitstelle mitteilt, ereignete sich die Kollision am Bielefelder Berg gegen 3.45 Uhr auf der A 2 in Fahrtrichtung Dortmund. Ein Sattelzug aus Lindau am Bodensee war zu diesem Zeitpunkt wegen eines technischen Defekts auf dem Seitenstreifen zum Stehen gekommen. "Der Lkw-Fahrer hatte die Warnblinkanlage angeschaltet", heißt es aus der Leitstelle.

Laster prallt gegen Pannen-Fahrzeug

Der Mann am Steuer eines nachfolgenden Dreieinhalbtonners aus der Ukraine bemerkte die Gefahrenstelle mutmaßlich, aber womöglich hielt er den Seitenabstand zum Pannen-Laster nicht ein, berichten die Beamten. Er war auf der rechten Spur unterwegs und rammte den stehenden Lkw seitlich.

Die schwere Maschine verlor nach dem Aufprall dann einen erheblichen Teil der Ladung: Metallteile flogen zwischen den Anschlussstellen Bielefeld-Ost und Bielefeld-Süd auf die A 2, der Asphalt war mit den gefährlichen Gegenständen übersät.

Die beiden Fahrer blieben der Polizei zufolge beim Zusammenstoß unverletzt. Den Sachschaden beziffern die Einsatzkräfte nach ersten groben Schätzungen auf rund 90.000 Euro.

Fahrbahn für Aufräumarbeiten gesperrt

Die Polizei sperrte die Autobahn 2 bei Bielefeld in Fahrtrichtung Dortmund ab etwa 4 Uhr wegen der erheblichen Gefahr durch die auf mehreren 100 Metern verteilten Gegenstände ab, um die Fahrbahn zu säubern. Der Verkehr wurde nach den ersten Aufräumarbeiten über den Seitenstreifen an der Unfallstelle vorbeigelenkt.

Immer wieder waren noch Stunden nach dem Unfall weitere kurzzeitige Sperrungen notwendig, so dass auch der frühe Berufsverkehr rund um die Abfahrt Bielefeld-Ost bis 6.30 Uhr nur im Schritttempo vorankam. Ab 7 Uhr war wieder freie Fahrt.

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