Gereizte Stimmung beim Prozess gegen Neonazi Krolzig

Peter Johnsen

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Sascha Krolzig steht in Bielefeld vor Gericht. - © Andreas Zobe (Archivfoto)
Sascha Krolzig steht in Bielefeld vor Gericht. (© Andreas Zobe (Archivfoto))

Bielefeld. Im Landgericht Bielefeld steht heute der Prozess wegen Volksverhetzung gegen Neonazi Sascha Krolzig an. Die Verhandlung wurde am Morgen auf 13 Uhr verschoben, aber schon zum Auftakt kam es zu Wortgefechten im Saal. Die Stimmung bei den Anwesenden war gereizt.

Krolzig, Bundesvorsitzender der Partei "Die Rechte", soll Matitjahu Kellig, den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, 2016 als "frechen Juden-Funktionär" tituliert haben. Kellig zeigte Krolzig daraufhin an. Im Vorjahr wurde er vom Amtsgericht zu einer sechsmonatigen Haftstrafe - ohne Bewährung - verurteilt. Gegen das Urteil legte Krolzig Berufung ein.

Wortgefecht mit Anhängern des Neonazis

Die Zuschauerbänke waren am Donnerstagmorgen um 10 Uhr voll besetzt, großteils mit Krolzig-Gegnern aus dem linken Spektrum. Rund 60 Personen hatten sich bereits im Saal eingefunden, als der 32-Jährige eintraf.

Krolzig begrüßte sie grinsend. Wenig später kam es zu Wortgefechten zwischen einem Krolzig-Anhänger und Wachpersonal, weitere Krolzig-Anhänger trafen ein. Die Verhandlung wurde letztlich auf 13 Uhr verlegt, weil sich der Anwalt des Angeklagten verspätete.

Krolzig ist bereits mehrfach vorbestraft. Zuletzt musste er sich wegen einer Auseinandersetzung in einer Kneipe vor Gericht verantworten.

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