Tempo 30 auf Wüstener Weg

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Wüstener Weg: Autofahrer fahren zu schnell bergab vom Restaurant Steinmeyer, beklagt ein Anlieger. - © Stadt Herford
Wüstener Weg: Autofahrer fahren zu schnell bergab vom Restaurant Steinmeyer, beklagt ein Anlieger. (© Stadt Herford)

Herford. Auf dem Teilstück des Wüstener Wegs zum Restaurant Steinmeyer kommt es nach Auffassung eines Anwohners immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil Autofahrer zu schnell unterwegs seien. Der Anlieger sagte, dass er in der Vergangenheit schon mehrfach nur knapp einer Kollision entgangen sei, als er von seinem Grundstück fahren wollte. Der Mann hatte deshalb um eine Verkehrsberuhigung gebeten. Die dafür notwendigen Leitpfähle wollte er sogar selbst bezahlen. Am Ende beschloss die Politik, Tempo 30 einzuführen.

Der städtische Baubeigeordnete von Herford, Peter Maria Böhm, sagte zu dem Leitpfähle-Vorschlag, dass Feuerwehr- und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge weiterhin genügend Platz haben müssten. Wenn aber Anlieger das so wollten und sie die Einbauten selbst bezahlten, hätten sie nichts dagegen. So habe es der Verkehrsausschuss einmal entschieden. Daran erinnerte sich auch Petra Basler (SPD): „Wir hatten in fast jeder Sitzung Tempo-30-Anfragen und danach Beschwerden, weil zum Beispiel die eingebauten Schwellen zu Lärm führten", sagte sie. Ihrer Auffassung nach sollte die Straße verkehrsberuhigt werden, wenn es nötig ist.

Zu wenig Verkehr

Das ist nach Messungen der Stadt nicht der Fall. Mit acht Fahrzeugen die Stunde im Durchschnitt – nachts fährt allerdings stundenlang kein Wagen über die Straße – sei der Wüstener Weg nicht vergleichbar mit einer Durchgangsstraße, so der Leiter der Ordnungsabteilung, Lothar Sobek.

Eine Nachfrage beim Betreiber des Restaurants Steinmeyer habe aber ergeben, dass der mit einer Tempo-30-Markierung auf seinem Grund, kurz vor dem Übergang zur öffentlichen Straße, einverstanden sei. Mehrheitlich stimmte der Ausschuss dafür, dieses Angebot anzunehmen. Leitpfähle wird es in der Nähe zur Stadtgrenze zu Bad Salzuflen allerdings nicht geben.

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