Schädlicher Pilz: Stadt Herford warnt vor Gesundheitsgefahr im Langenbergwald

Angelina Kuhlmann

  • 0
  1. Schlagwörter:
  2. Spore
  3. Allergie
  4. Wald
  5. Pilze
Symbolbild: Ein von der Rußrindenkrankheit befallener Baum in einem Waldstück im Süden der Stadt. - © Verwendung weltweit
Symbolbild: Ein von der Rußrindenkrankheit befallener Baum in einem Waldstück im Süden der Stadt. (© Verwendung weltweit)

Herford. Der schädliche Pilz, der im August schon im Hombergwald in Herford aufgetaucht ist, wurde jetzt auch im Langenbergwald entdeckt. Seit Dienstag hängen dort Warnschilder der Stadt Herford. „Betreten der Grünanlage auf eigenes Risiko", heißt es darauf.

An den Ahornbäumen im Langenbergwald wurde die sogenannte Rußrindenkrankheit entdeckt. Die Krankheit wird durch einen schädlichen Pilz ausgelöst, dessen Sporen bei Menschen beim Einatmen allergische Reaktionen hervorrufen können. Folgen können entzündete Lungenbläschen, Reizhusten, Fieber und Schüttelfrost sein.

Ähnlich wie bei den Härchen des Eichenprozessionsspinners, verbreiten sich die Pilzsporen über die Luft. Die Rußrindenkrankheit befällt nur Ahornbäume und zeigt sich auf dessen Rinde zunächst als dunkler Pilzbelag. Dann stirbt der gesamte Baum nach und nach ab. Zum Vorschein kommen die schwarze Sporenlager.

Der Pilz wird sich weiter in Herford ausbreiten

„Wir haben den Pilz Anfang der Woche entdeckt", sagt der Baudezernent der Stadt Herford Peter Böhm. „Schon seit dem Befall im Hombergwald wissen wir, dass sich die Rußrindenkrankheit weiter ausbreiten wird. Auch in Löhne ist sie ja mittlerweile aufgetaucht."

Wie viele Ahornbäume genau im Langenberg Wald betroffen sind, kann er noch nicht sagen. Spezialisten würden seit dem ersten Auftreten der Krankheit den gesamten Herforder Baumbestand kontrollieren.

Die von Anwohnern als „Langenbergwald" bezeichnete Fläche befindet sich zwischen der Langenbergstraße und der Stadtholzstraße. In der Nähe befindet sich der Spiel- und Bolzplatz Langenberg, das Bernhard Heising Haus und das Altenheim Maria Rast.

Nicht an allen Waldeingängen hängen Schilder

In einem Facebook-Post weist eine Anwohnerin auf der Warnschilder der Stadt hin. - © Screenshot Facebook
In einem Facebook-Post weist eine Anwohnerin auf der Warnschilder der Stadt hin. (© Screenshot Facebook)

Anwohnerin Cornelia Zirwes weist darauf hin, dass noch nicht an jedem Waldeingang ein Warnschild hängt. „Als ich Dienstagmittag im Wald war, hingen noch keine Schilder. Erst Richtung später Nachmittag wurden die ersten aufgehängt", sagt die Hundebesitzerin, die jeden Tag mit ihren Vierbeinern im und rund um das Waldstück unterwegs ist.

Mittlerweile hingen jeweils an den Waldeingängen aus Richtung Schützenhof und Musikschule solche Warnschilder. Doch am Waldeingang am Altenheim, von der Feldstraße aus kommenden und am Pattweg von der Stadtholzstraße aus kommend seien noch keine Hinweise auf den schädlichen Pilz angebracht worden. „Gerade an Orten wie dem Altenheim ist es wichtig solche Warnungen so früh wie möglich anzubringen. Die Bewohner gehen ja im Wald spazieren", sagt Zirwes.

Insgesamt ist der Langenbergwald nun das dritte Waldstück in Herford in dem an Ahornbäumen die Rußrindenkrankheit aufgetaucht ist. Aufgrund des Schädlings mussten hunderte Bäume gerodet werden.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2019
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!