Tödlicher Unfall in Bielefeld: Bus überfährt Fußgänger

Jürgen Mahncke und Jens Reichenbach

Tödlicher Unfall in Jöllenbeck. - © Torben Gocke
Tödlicher Unfall in Jöllenbeck. (© Torben Gocke)

Bielefeld-Jöllenbeck. Nach einem tödlichen Verkehrsunfall auf der Vilsendorfer Straße zwischen Jöllenbeck und Vilsendorf sucht die Polizei aktuell dringend Augenzeugen.

Unterdessen hat die Obduktion des Verstorbenen. "Todesursächlich waren demnach die durch den Unfall mit dem Bus erlittenen Verletzungen." Die durch die Sachverständigen getroffenen Feststellungen ergaben laut Auskunft der Polizei keine Hinweise auf eine vorherige Gewaltanwendung gegen den Verstorbenen.

Es haben sich darüber hinaus keine Hinweise ergeben, dass der Verstorbene vor dem Busunfall in einen weiteren Unfall verwickelt war.

Wie die Behörde am Samstagmorgen mitteilte, ereignete sich kurz nach 5.20 Uhr - etwa 300 Meter vor der Straße Telgenbrink - ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein 20-jähriger Fußgänger tödlich verletzt wurde.

Straße zwischen Jürgingsmühle und Telgenbrink voll gesperrt

Nach ersten Erkenntnissen von der Unfallstelle soll der Bielefelder von einem Bus überrollt worden sein, der von Jöllenbeck kommend stadteinwärts fuhr. Der 20-Jährige starb noch an der Unfallstelle.

Bislang ist der genaue Unfallhergang noch ungeklärt, heißt es von der Behörde. Der Busfahrer war laut den Beamten nach getaner Arbeit ohne Fahrgäste auf dem Weg ins Depot. Um 5.24 Uhr meldete der Busfahrer per Telefon, dass er eine auf der Fahrbahn liegende Person überrollt habe.

Lag der Fußgänger bereits auf der Straße?

Die Beamten haben keinerlei Hinweise, dass der Busfahrer aus gesundheitlichen Gründen oder durch Alkohol in seiner Fahrtüchtigkeit eingeschränkt war. Deshalb ist jetzt die wichtigste Frage der Unfallermittler, wie der 20-Jährige auf die Straße kam und ob er bereits dort lag, als der Bus ihn traf.

Der Bus wurde sichergestellt. Die Vilsendorfer Straße wurde für die umfassende Unfallaufnahme zwischen Jürgingsmühle und Telgenbrink umgehend voll gesperrt.

3D-Scanner erfasst alle Spuren

Ein Sachverständiger ist zur Rekonstruktion des Unfallgeschehens hinzugezogen worden. Die Spuren werden aktuell mit Hilfe eines 3D-Scanners erfasst. Weil das nur bei Helligkeit möglich ist, dauerte die Sperrung an. Um 9.15 Uhr konnte die Fahrbahn wieder für den Verkehr freigegeben werden, so die Leitstelle.

Die Polizei sucht dringend Unfallzeugen. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich zu melden unter Tel. (05 21) 54 50.

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