Mann tötet seine Exfrau auf offener Straße in Preußisch Oldendorf

Ilja Regier und Noah Brümmelhorst

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Der Tatort befindet sich in der Nähe eines Eiscafes. - © Noah Brümmelhorst
Der Tatort befindet sich in der Nähe eines Eiscafes. (© Noah Brümmelhorst)

Preußisch Oldendorf. Drama am frühen Sonntagnachmittag: Ein Mann hat offenbar laut Zeugen in der Nähe des ZOB in Preußisch Oldendorf seine Ex-Frau erschossen. Zeugen konnten den Täter überwältigen.

Wie die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Polizei Bielefeld in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt gaben, hatte der 58-jährige Mann gegen 14.10 Uhr auf offener Straße am Busbahnhof zunächst mit seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau gestritten. Zeugen haben dann beobachtet, wie der Täter plötzlich eine Schusswaffe auf die 54-Jährige richtete und sich ein Schuss löste. Die Frau verstarb noch am Tatort.

Mutige Zeugen halten Täter fest

Mehrere Passanten überwältigten den Tatverdächtigen nach dem Angriff im Nahbereich des Tatortes und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Die Schusswaffe wurde aufgefunden und sichergestellt. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Wie es zu dem Aufeinandertreffen auf offener Straße kam und ob eine Erlaubnis für den Waffenbesitz des Tatverdächtigen vorlag, ist ebenfalls Gegenstand der andauernden Ermittlungen. Sowohl der Täter als auch das Opfer stammen aus Preußisch Oldendorf.

Die Polizei hat den aufmerksamen Passanten Dank für ihr verantwortungsbewusstes und couragiertes Handeln ausgesprochen.

Eine 14-köpfige Mordkommission "Markt" unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Ralf Gelhot des Polizeipräsidiums Bielefeld nahm mit Unterstützung der Polizei Minden-Lübbecke die Ermittlungen auf.

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