Entscheidung: Blinkende Windräder in OWL gehören bald der Vergangenheit an

Katharina Thiel

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Die roten Positionslichter an Windrädern stehen zur Debatte. - © picture alliance/dpa
Die roten Positionslichter an Windrädern stehen zur Debatte. (© picture alliance/dpa)

Bielefeld. Am Freitag hat der Bundesrat seine Entscheidung getroffen. Das neue technische System soll schon bald zum Einsatz kommen. „Endlich wird der Himmel über Windparks dunkel. Das ist gut für die Anwohner und eine wirksame Akzeptanzmaßnahme für die Windenergie", sagt Christian Mildenberger, Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW).

Vorbehalte gegen Windräder gibt es viele: Sie sind laut, gefährden Fledermäuse und Vögel und stören das Landschaftsbild. Außerdem blinken sie die ganze Nacht. Letzteres soll nun schon bald ein Ende haben.

Hirzu muss die sogenannte Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen (AVV) angepasst und eine neue Transpondertechnik eingeführt werden. Dabei müssen die Betreiber der Anlagen einen Empfänger an die Windräder anbringen. Das entsprechende Signal kommt von sich nähernden Flugzeugen selbst, für die bereits eine Transponderpflicht bei Nachtflügen gilt.

Das Blinken von Windrädern soll damit um 98 Prozent verringert werden, teilt der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE) in einer Pressemitteilung mit. "Das Ziel muss sein, Anwohnerinnen und Anwohner schnellstmöglich zu entlasten. Und zwar bundesweit. Die Transpondertechnik ist dafür die ideale Lösung. So könnte in nur einem Jahr der Himmel über deutschen Windparks wieder dunkel werden", sagt Geschäftsführer Christian Mildenberger.

600 Anlagen in OWL

Andreas Lahme aus Rheda-Wiedenbrück ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender des LEE NRW. Er sagt: "Die Leute regen sich mit am meisten über die blinkenden Lampen auf. Deswegen sind wir seit Jahren daran, das zu verringern." Rund 600 Anlagen (Stand: Januar 2019) über 100 Meter - denn nur solche müssten mit der Transpondertechnik ausgestattet werden - gibt es in Ostwestfalen-Lippe. Circa 2.400 sind es in NRW, 17.500 deutschlandweit.

Ein Sicherheitsgutachten der Bundesregierung habe laut LEE bereits bestätigt, "dass die Transponderlösung sicher eingesetzt werden kann".

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