Gütersloher Feuerwehr rettet zwei Männer von Dach eines brennenden Hauses

Andreas Eickhoff

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Gütersloh. In letzter Sekunde konnte die Feuerwehr in der Nacht zu Samstag zwei Männer vom Dach eines lichterloh brennenden Mehrfamilienhauses an der Wilhelm-Baumann-Straße retten.

Die beiden Männer, 47 und 46 Jahre alt, sowie die 60-jährige Eigentümerin des Hauses wurden nach einer ersten notärztlichen Behandlung an der Einsatzstelle in Krankenhäuser eingeliefert. Die 60-Jährige konnte noch während der Löscharbeiten wieder entlassen werden. Sie hatte sich leicht verletzt, als sie bei der Flucht aus dem brennenden Haus stürzte. Den anderen zwölf Bewohnern war esgelungen, das Haus unverletzt zu verlassen, sie wurden zunächst zur GütersloherPolizeiwache gebracht.

Drehleiter und Sprungkissen in Stellung gebracht

Am Freitagabend hatte der Löschzug Gütersloh Jahreshauptversammlung. Viele waren entweder schon wieder zu Hause oder auf dem Weg dorthin, als kurz nach Mitternacht die digitalen Meldeempfänger zum Einsatz riefen. Andreas Pollmeier vom Führungsdienst der Feuerwehr war schnell mit dem ersten Streifenwagen vor Ort und rief sofort Verstärkung. Die Löschzüge Isselhorst und Spexard wurden alarmiert, die Drehleiter und ein Sprungkissen in Stellung gebracht. „Wir wollten so verhindern, dass sich jemand verletzt, wenn er beispielsweise beim Einstieg in den Drehleiterkorb abrutscht", sagte Pollmeier später.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen im Obergeschoss des rückwärtigen Anbaus schon meterhoch in den Himmel. Nachdem die beiden Männer von der Feuerwehr gerettet waren, wurden Schläuche ausgerollt und Unterflurhydranten angezapft. Im Sekundentakt trafen weitere Einsatzkräfte ein, Pollmeier standen schließlich rund 80 Einsatzkräfte für die verschiedenen Aufgaben zur Verfügung.

Ein Betreten des Hauses war nicht mehr möglich. Zunächst wurden die beiden eigenen Drehleitern für die Löschmaßnahmen eingesetzt, später auch noch zusätzlich die der Firma Miele. Intensiv wurden mit Wärmebildkameras letzte Glutnester gesucht und abgelöscht.

Bewohner vorübergehend in Hotel untergebracht

Weil das Haus durch die Brandeinwirkung und durch das eingesetzte Löschwasser nicht weiter bewohnt werden kann, wurden die betroffenen Bewohner durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes vorübergehend in einem Gütersloher Hotel untergebracht.

Die Brandursache steht noch nicht fest, Beamte der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen und die Brandstelle beschlagnahmt. Nach ersten Feststellungen der Feuerwehr ist ein Teil des Gebäudes einsturzgefährdet, die Höhe des entstandenen Sachschadens wird auf rund 500.000 Euro geschätzt.

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