In Paderborn steigen Preise für Wohnungen schneller als in Bielefeld

Juliet Ackermann

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- © Symbolfoto: Pixabay
Wohnungen in OWL (© Symbolfoto: Pixabay)

Hamburg/Bielefeld. Die Preise für Wohneigentum in OWL entwickeln sich im kommenden Jahrzehnt ganz unterschiedlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Kaufpreisprognose des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), die für den alljährlichen Postbank-Wohnatlas erstellt wurde.

In Paderborn ist mit 0,89 Prozent im Jahr der größte Preisanstieg zu erwarten, so die Analyse. Der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen betrug dort 2019 noch 2.112 Euro. Auch in Gütersloh werden die Preise in den Folgejahren anziehen, mit je 0,84 Prozent. Überraschend: In Bielefeld Stadt ist nach Angaben des HWWI mit einem deutlich geringeren Anstieg zu rechnen: Dort sind es gerade einmal 0,11 Prozent – bei einem Bevölkerungsrückgang von 0,29 Prozent.

401 Kreise und Städte wurden untersucht

Im Osten von OWL hingegen sinken die Immobilienpreisen voraussichtlich. Für Höxter wird eine Preissenkung von 0,55 Prozent diagnostiziert. Der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen betrug dort im Jahr 2019 noch 1.101 Euro. In Lippe steht ein Rückgang von -0,52 Prozent bevor, in Herford sind es 0,48 Prozent weniger, in Minden-Lübbecke minus 29 Prozent.

Den allgemeinen Trend der bundesweiten Studie beschreibt die Postbank in einer Mitteilung wie folgt: „In mehr als der Hälfte der 401 deutschen Kreise und Städte können Wohnungsbesitzer demnach damit rechnen, dass ihre Immobilie bis mindestens 2030 real an Wert gewinnt". Die ungebrochen große Nachfrage sei vor allem auf die Anziehungskraft der Metropolen zurückzuführen.

Für München prognostizieren die Experten einen jährlichen Kaufpreisanstieg von 1,70 Prozent. Durchschnittlich 8.079 Euro pro Quadratmeter mussten Immobilienkäufer dort im Jahr 2019 investieren. Generell dürften am stärksten die Preise in einigen bayerischen Landkreisen anziehen. Denn sieben von zehn Kreisen und kreisfreien Städten mit den stärksten Steigerungsraten liegen im Freistaat.

Hier ist der Preisanstieg am höchsten

Höhere Preise sind den Berechnungen zufolge ebenfalls in Düsseldorf zu erwarten: In Nordrein-Westfalens Landeshauptstadt liegt der prognostizierte Zuwachs bei jährlichen 1,21 Prozent. Für Berlin liegen die zu erwartenden Steigerungen bei 1,0 Prozent jährlich – ein deutlich höheres Plus als der im Vorjahr prognostizierte Anstieg von jährlich 0,76 Prozent. Frankfurt am Main bildet unter den sogenannten „Big Seven" – den größten deutschen Metropolen – das Schlusslicht. In der größten Stadt Hessens ist bis 2030 jährlich ein Preisanstieg von 0,8 Prozent zu erwarten.

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