Scheunenbrand vernichtet Hunderte Strohballen - Warn-App ausgelöst

Andreas Eickhoff

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- © Symbolfoto: Pixabay
Strohballlenbrand (© Symbolfoto: Pixabay)

Verl. In der Nacht sind am Lönsweg in Verl mehrere Hundert Ballen Heu und Stroh weggebrannt. Der Löschzug Verl wurde zunächst um 2.10 Uhr zu einem Kleinbrand alarmiert. Als wenige Minuten später die ersten Einsatzkräfte vor Ort waren, wurde Großalarm ausgelöst.

Durch ein Großaufgebot der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf ein angrenzendes Stallgebäude verhindert werden. Die dort untergebrachten Pferde wurden durch die Eigentümer zuvor bereits in Sicherheit gebracht.

Nicht nur die Kameraden aus Kaunitz kamen zur Unterstützung, auch die aus Avenwedde, Gütersloh, Spexard und Stukenbrock. Aufgrund des ländlichen Umfeldes musste das Löschwasser im Pendelverkehr zur Brandstelle transportiert werden, um zumindest die Nachbargebäude zu schützen.
Bevölkerung gewarnt

So waren vor allem die Fahrzeuge mit einem großen Tank gefordert, die jeweils rund 5.000 Liter Wasser transportieren können. Sie tankten das Löschwasser an einem Hydranten an der Öesterwieher Straße, ferner wurde eine mehrere hundert Meter lange Schlauchleitung vom nächstgelegenen Hydranten an die Bandstelle verlegt.

Der Löschzug Schloß Holte wurde gegen 3.15 Uhr noch für den Grundschutz nachalarmiert, die Betreuungsgruppe des DRK zur Verpflegung. Feuerwehrchef Martin Wanders stellte sich in der Nacht auf lang andauernde Löscharbeiten ein. Denn den Feuerwehrleuten blieb letztlich nichts anderes übrig, als die Vorräte kontrolliert abbrennen zu lassen. Das war für den Eigentümer besonders bitter, denn aufgrund der Wetterverhältnisse sind Futter und Streu weiterhin eher Mangelware.

Schaden in Höhe von mindestens 150.000 Euro

Kurz vor 5 Uhr wurde von der Kreisleitstelle in Gütersloh auch die Warnapp Nina ausgelöst, die Bevölkerung wurde so auf die gefährlichen Rauchgase aufmerksam gemacht. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich in geschlossene Räume zu begeben, Fenster und Türen zu schließen sowie Klima- und Lüftungsanlagen abzustellen.

Die Brandursache ist bislang unbekannt, die polizeilichen Ermittlungen hierzu dauern an. Die Höhe des entstandenen Sachschadens beträgt nach ersten Schätzungen mindestens 150.000 Euro.

Erst kürzlich hatten in Lippe zwei Felder mit Hunderten von Strohballen gebrannt. Erst in Lemgo, dann ein paar Tage später in Lügde. Auch in diesen beiden Fällen ist die Brandursache noch unklar.

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