Warnstreiks im Nahverkehr - viele Busse und Bahnen fahren nicht

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Warnstreik: Unter anderem auch in Bielefeld fahren Busse und Straßenbahnen nicht. - © Barbara Franke
Warnstreik: Unter anderem auch in Bielefeld fahren Busse und Straßenbahnen nicht. (© Barbara Franke)

OWL. Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes setzt die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks am Dienstag in ganz Nordrhein-Westfalen fort. Betroffen sind unter anderem Stadtverwaltungen, Krankenhäuser und Kitas sowie der Nahverkehr. Die Warnstreiks seien wie geplant überall im Land angelaufen, sagte eine Verdi-Sprecherin am Morgen. Wie viele Menschen in den Ausstand getreten sind, ist aber zunächst unklar.

Einer der Schwerpunkte der Warnstreiks ist den Angaben nach der öffentliche Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Dieser soll den ganzen Tag über flächendeckend bestreikt werden.

So sind in Bielefeld rund 800 MoBiel-Beschäftigte zum Streik aufgerufen. Darum fährt die Stadtbahn den ganzen Tag nicht und nur wenige Busse sind unterwegs. Auch in Gütersloh bleiben die Stadtbusse den ganzen Tag im Depot.

Auf den Strecken, die durch Lippe führen, soll es nach ersten Informationen am Morgen zu keinen auffälligen Auswirkungen gekommen sein. 

Mit dem Aktionstag will die Gewerkschaft ihren Tarifforderungen Nachdruck verleihen. In Dortmund, Essen und Köln sollen überregionale Streikversammlungen stattfinden.

Verdi fordert 4,8 Prozent mehr Lohn

Die Tarifverhandlungen werden am kommenden Mittwoch und Donnerstag fortgesetzt. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen bei einer einjährigen Laufzeit 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber hatten zuletzt schrittweise Lohnerhöhungen von insgesamt 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren angeboten.

Bislang haben sich laut Verdi in Nordrhein-Westfalen mehr als 50.000 Menschen an den Warnstreiks beteiligt. Im Land sind demnach mehr als 550.000 Tarifbeschäftigte von den Verhandlungen betroffen.

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