Rauchmelder verrät heimliche Drogenplantage in Bielefeld

Jens Reichenbach

Ein Rauchmelder konnte offenbar das kleine Zeltgewächshaus für Cannabispflanzen nicht mehr riechen. - © Symbolfoto: pixabay / Creative Commons
Ein Rauchmelder konnte offenbar das kleine Zeltgewächshaus für Cannabispflanzen nicht mehr riechen. (© Symbolfoto: pixabay / Creative Commons)

Bielefeld-Wellensiek. Weil ein Rauchmelder in einem Mehrfamilienhaus an der Straße Wellensiek Alarm geschlagen hatte, haben Feuerwehr und Polizei am Mittwoch, 21. Oktober, eine kleine Drogenplantage ausgehoben. Insgesamt neun Cannabispflanzen stellte die Polizei sicher.

Wie die Polizei mitteilte, hatte der Rauchmelder mittags in einer Wohnung angeschlagen. Nachbarn riefen die Feuerwehr, die aber nach dem Öffnen der Wohnungstür nicht auf ein Feuer stieß, sondern auf ein sogenanntes Grow-Tent (Gewächshaus-Zelt).

Erntereife Pflanzen und voll betriebene Anlage zum Anbau von Drogen

„In Absprache mit der Staatsanwaltschaft durchsuchten schließlich Streifen- und Kriminalbeamte die Wohnräume", heißt es im Polizeibericht. Die Ermittler stellten neun erntereife Cannabispflanzen, eine voll betriebene Anlage zum Drogenanbau und diverse Gegenstände zum Konsum von Marihuana als Beweismittel sicher. Bis zum Ende der Durchsuchung konnten die Beamten keinen Kontakt zu dem 33-jährigen Mieter herstellen. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige.

Warum eigentlich der Rauchmelder anschlug, ist nicht überliefert. Vielleicht konnte er einfach das kleine Zeltgewächshaus für Cannabispflanzen nicht mehr riechen.

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