Erneute Suche nach vermisster Scarlett S.

Jens Reddeker

Scarlett S. aus Bad Lippspringe ist seit dem 10. September 2020 verschwunden. - © picture alliance / dpa
Scarlett S. aus Bad Lippspringe ist seit dem 10. September 2020 verschwunden. (© picture alliance / dpa)

Bad Lippspringe/Todtmoos. Im Fall der im Südschwarzwald vermissten 26-jährigen Scarlett S. aus Bad Lippspringe hat eine erneute Suchaktion der baden-württembergischen Polizei am Donnerstag keine neuen Erkenntnisse gebracht. Wie der Paderborner Polizeisprecher Michael Biermann auf Anfrage von nw.de mitteilt, hätten ein Polizeihubschrauber und die Bergwacht eine geplante Suchaktion durchgeführt, nachdem die vielerorts entlaubten Bäume mittlerweile eine bessere Sicht aufs Gelände ermöglichen.

Seit dem 10. September wird Scarlett S. vermisst. Laut Polizei wollte sie im Südschwarzwald wandern gehen. Zuletzt gesehen wurde sie am Tag ihres Verschwindens in einem Supermarkt in Todtmoos. Nach mehreren erfolglosen Suchaktionen entlang der geplanten Wanderstrecke ging die Polizei bereits am 21. September davon aus, die Gesuchte nicht mehr lebend zu finden.

Die Ermittlungen in dem Vermisstenfall liegen seit dem 25. September bei der Paderborner Polizei, dennoch gingen auch bei der Polizei im Schwarzwald Anrufe und Hinweise zu Scarlett S. ein. Die Beamten müssen sich mit teilweise abstrusen Hinweisen auseinandersetzen. Hellseher, selbst ernannte Profiler und Wünschelroutengänger hatten sich bei der Polizei gemeldet und erklärt, sie hätten neue Hinweise, die zur Klärung des Falls beitragen könnten.

Einem Hellseher sei die Vermisste in einem Traum erschienen und ein anderer Anrufer meinte, ihr Verschwinden mit der Vergiftung von Alexej Nawalny in Verbindung zu bringen, sagt Marc Heinemann, Sprecher der Paderborner Polizei. "Es wird jeder Hinweis geprüft, jedoch ist bisher noch nichts Konkretes eingegangen", erklärt er. "Die Ermittler haben alles getan, was möglich ist."

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