Radfahrer nach Zusammenstoß mit Stadtbahn lebensgefährlich verletzt

Charlotte Mahncke und Stefan Becker

Beim Zusammenstoß mit der Stadtbahn wurde ein Fahrradfahrer tödlich verletzt. - © dpa
Beim Zusammenstoß mit der Stadtbahn wurde ein Fahrradfahrer tödlich verletzt. (© dpa)

Bielefeld. Nach einer Kollision mit einer Stadtbahn am Sonntagnachmittag liegt ein 39-jähriger Radfahrer mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen im Krankenhaus - das bestätigte am Montagmorgen die Leitstelle der Polizei und korrigierte damit eine Darstellung vom Sonntagabend. Da hatte es noch geheißen, dass der Mann im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen gestorben sei. Diese Information meldete auch MoBiel. Laut Polizeistelle habe es wohl ein Missverständnis in der Krankenhaus-Kommunikation gegeben - der Mann lebt.

Spontaner Richtungswechsel

Zu dem Unfall sei es gekommen, als der Bielefelder versuchte, die Gleise auf dem Übergang direkt vor der Haltestelle Landgericht zu überqueren. Er war zuvor auf dem Niederwall Richtung Jahnplatz unterwegs gewesen. Doch auf Höhe Rohrteichstraße kam es zum spontanen Richtungswechsel, offenbar wollte der Radler die Straßenseite und damit auch die Gleise überqueren.

An dem Fußgängerübergang kam es gegen 17.22 Uhr zum Zusammenstoß mit der Stadtbahn der Linie 2, die zu diesem Zeitpunkt stadteinwärts unterwegs war und gerade die Haltestelle anfahren wollte. Der Radfahrer wurde getroffen, zur Seite geschleudert und mit lebensgefährlichen Verletzungen von einem Rettungswagen in ein nahes Krankenhaus gebracht.

Der Fahrer der Stadtbahn wird nach Angaben von MoBiel psychologisch betreut. Die Fahrgäste in der Stadtbahn konnten mithilfe der Polizei aus der Bahn aussteigen. Die Strecke musste für die Zeit der Unfallaufnahme gesperrt werden, teilte MoBiel mit.

Dreistündige Unfallrekonstruktion

Weil ein Sachverständiger zur Rekonstruktion des Unfallhergangs hinzugerufen wurde, dauerte die Sperrung der Bahnstrecke und des Niederwall rund drei Stunden lang an. Erst nach Beendigung der Unfallanalyse konnte beides wieder freigegeben werden.

Die Stadtbahnlinie 1 pendelte in dieser Zeit laut MoBiel zwischen Obernstraße und Senne und zwischen Rathaus und Schildesche. Zwischen den Haltestellen Obernstraße und Rathaus bat MoBiel die Fahrgäste, auf die vorhandenen Buslinien auszuweichen. Die Stadtbahnlinie 2 wurde von Sieker über den Fahrweg der Linie 3 bis Rathaus geführt und fuhr von dort auf dem üblichen Linienverlauf. Zwischen Obernstraße und Jahnplatz war ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Die Stadtbahnlinien 3 und 4 konnten während dieser Zeit normal weiterfahren.

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