Hund kollabiert in überhitztem Auto: Bielefelder Polizei greift ein

Dennis Rother

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Ein Mann hat seinen Hund bei hohen Temperaturen im Auto gelassen - die Polizei rettete das völlig dehydrierte Tier. - © Polizei
Ein Mann hat seinen Hund bei hohen Temperaturen im Auto gelassen - die Polizei rettete das völlig dehydrierte Tier. (© Polizei)

Bielefeld. Bei brütender Hitze haben Hunde im verschlossenen Auto nichts zu suchen - darauf machen Rettungskräfte und Tierschützer immer wieder aufmerksam. Die Extremtemperaturen machen aus abgestellten Fahrzeugen schnell tödliche Fallen. Doch manchem Autofahrer scheint das egal. Die Polizei Bielefeld macht jetzt auf einen besonders dramatischen Fall aufmerksam: Ein völlig dehydrierter Hund wurde in einem geparkten Wagen im Musikerviertel entdeckt. Die Beamten konnten das erschöpfte Tier mutmaßlich gerade noch vor dem Tod retten. Der Autofahrer kam wenig später dazu - und gab eine Aussage zu Protokoll, die viele fassungslos macht.

Wie Polizeisprecher Fabian Rickel mitteilt, ereignete sich der Vorfall jüngst an der Lessingstraße. Ein "besorgter Bürger" habe sich bei den Einsatzkräften gemeldet, weil sich dort ein Hund seit mindestens einer Stunde in einem Auto befand, berichtet die Polizei auf Facebook weiter. "Als wir das Fahrzeug erreichten, regte sich der Hund kaum und reagierte nicht auf Ansprache. Alle Fenster und Türen waren verschlossen und Wasser war ebenfalls nicht im Auto vorhanden."

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Mann wollte den Hund drei Stunden im Auto lassen

Den Beamten "blieb nichts anderes übrig, als die Heckscheibe des Pkw einzuschlagen und den Hund nach draußen zu tragen". Der Hund bekam direkt Wasser zu trinken. "Auch Anwohner brachten zusätzliches Wasser vorbei", berichtet die Polizei. Die Einsatzkräfte haben ein erschreckendes Foto des Hundes veröffentlicht: Das Tier liegt nach der Rettung apathisch mit weit aufgerissenem Maul auf dem Asphalt.

Kurze Zeit später sei der Fahrer des Autos gekommen, ein Mann aus Bünde. "Er erklärte uns, dass er einen Termin gehabt habe und deshalb den Hund für circa drei Stunden im Fahrzeug lassen wollte." Nicht nur diese Aussage sorgt in den sozialen Medien für eine Welle der Empörung.

Der Bünder bedankte sich bei den Polizisten "trotz der eingeschlagenen Heckscheibe". Dennoch habe man eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angefertigt.

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