Randalierer auf Schützenfesten verletzten zwei Polizeibeamte

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Gleich zweimal hatte die Paderborner Polizei auf Schützenfesten mit renitenten Randalierern zu kämpfen. - © Andreas Frücht
Gleich zweimal hatte die Paderborner Polizei auf Schützenfesten mit renitenten Randalierern zu kämpfen. (© Andreas Frücht)

Bad Lippspringe/Salzkotten. Randalierer haben in der Nacht zu Dienstag auf Schützenfesten in Bad Lippspringe und Salzkotten zwei Polizeibeamte verletzt. Ein Beamter musste zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden, teilt die Polizei im Kreis Paderborn mit.

Demnach informierte der Sicherheitsdienst des Schützenfestes in Bad Lippspringe am frühen Dienstagmorgen gegen 1.45 Uhr die Polizei: Ein Mann, der einen nicht angeleinten, aggressiven Hund dabei hatte, weigerte sich, das Gelände des Schützenplatzes an der Detmolder Straße zu verlassen. Mehrere Besucher hätten sich über das Tier beschwert, das immer wieder gegen andere Feiernde geschnappt habe. Als die Polizeibeamten eintrafen, war das Tier zumindest angeleint.

Der beschuldigte 39-Jährige jedoch war offenbar betrunken und sehr aggressiv. Als die Polizisten seine Identität feststellen wollten, wehrte er sich körperlich. Die Polizisten brachten den Tatverdächtigen zu Boden, doch der trat und schlug immer wieder um sich. Er biss einem Polizeibeamten in den Arm und lockerte den Biss zunächst nicht.

Der 39-Jährige konnte schließlich auf dem Boden gefesselt werden und wurde zur Polizeiwache nach Paderborn gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Auch währenddessen beschimpfte und beleidigte er die Polizeibeamten. Noch in der Gewahrsamszelle war der 39-Jährige so aggressiv und randalierte, dass er auch dort fixiert werden musste, so die Polizei. Der gebissene Polizeibeamte wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Gegen den Beschuldigten wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Der Hund kam in einer Tierschutzeinrichtung unter.

25-Jähriger kommt Platzverweis nicht nach

Auch auf dem Schützenfest in Salzkotten an der Upsprunger Straße kam es zu einem Angriff auf Polizeibeamte: Gegen 2.50 Uhr bat ein Sicherheitsdienstmitarbeiter einen Streifenwagen um Unterstützung. Denn ein Besucher des Schützenfestes - ein 25-jähriger Mann aus Mönchengladbach - hatte sich aggressiv gegenüber anderen Besuchenden verhalten. Der Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens erteilte dem 25-Jährigen einen Platzverweis, dem dieser aber nur zögernd nachkam.

Der Mann aus Mönchengladbach beleidigte und bedrohte auch die Polizeibeamten. Die setzten daraufhin das Reizstoffsprühgerät ein, brachten den Tatverdächtigen zu Boden und fesselten ihn. Der Mann trat unablässig auf die Beamten ein und beleidigte diese. Ein Polizist wurde leicht verletzt.

Der 25-Jährige wurde zur Polizeiwache Paderborn gebracht, wo er weiterhin Widerstand leistete. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung eingeleitet.

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