Fahrgast hantiert mit Waffe - Polizei räumt Zug in Höxter

David Schellenberg

Die Polizei evakuierte den Zug am späten Dienstagabend. - © Privat
Die Polizei evakuierte den Zug am späten Dienstagabend. (© Privat)

Höxter. Ein Fahrgast, der in einem Zug mit einer Waffe hantierte, hat am Dienstagabend für einen Polizeieinsatz am Bahnhof Höxter gesorgt. Während gegen 19.15 Uhr ein Zug von Lüchtringen in Richtung Höxter fuhr, beobachtete ein Fahrgast, wie ein Mann in einem Abteil mit einer Langwaffe hantierte. Das berichtet die Polizei.

Der Zeuge informierte am Bahnhof Höxter den Lokführer, der verständigte daraufhin die Polizei. Innerhalb weniger Minuten waren eine größere Anzahl an Einsatzkräften der Polizei Höxter vor Ort und evakuierten die noch im Zug befindlichen Fahrgäste. Wie Polizeisprecher Jörg Niggemann ausdrücklich betont, war kein Spezialeinsatzkommando vor Ort. Nach einer ersten Lage- und Gefährdungseinschätzung habe man sich für den schnellen Zugriff durch örtliche Polizeikräfte entschieden. Diese hätten aufgrund der Meldungen natürlich Schutzausrüstung getragen.

Der Einsatz ist nach erster Einschätzung der Polizei zufriedenstellend und ruhig abgelaufen. Das zeigen auch private Videos aus dem Zug und vom Unfeld des Bahnhofes die im Internet kursieren zeigen. Zu sehen ist, wie Polizisten mit geladenen Waffen durch den Zug gehen und die Fahrgäste nach schnell draußen gebracht werden. Als auch der Waffenbesitzer den Zug verlies, wurde er am Bahnsteig festgenommen und zur Polizeiwache Höxter gebracht.

Er führte unter anderem zwei schwarze Luftdruckwaffen und weitere Gegenstände mit sich. Die Waffen und Gegenstände wurden sichergestellt. Bei dem Mann handelt es sich um einen 24-Jährigen aus dem Kreis Paderborn, die weiteren Ermittlungen dauern noch an. Unklar ist auch, in wie weit andere Fahrgäste tatsächlich gefährdet waren.

U-Haft ist noch nicht geklärt

Ob der Mann nun auch in U-Haft kommt, stand am Mittwochvormittag noch nicht fest. Dies muss die Staatsanwaltschaft Paderborn noch im Laufe des Tages entscheiden.

Der Zug selbst konnte seine Fahrt nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen fortsetzen.

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