Paderborner Karfreitags-Unfall: Land NRW hilft

Nothilfefonds für in Not geratene Feuerwehrleute und ihre Angehörigen geplant

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Auf der Kreuzung Warburger Straße/Südring stieß ein Taxi mit einem Drehleiter-Lkw der Paderborner Feuerwehr zusammen. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Auf der Kreuzung Warburger Straße/Südring stieß ein Taxi mit einem Drehleiter-Lkw der Paderborner Feuerwehr zusammen. (© FOTO: MARC KÖPPELMANN)

Paderborn/Düsseldorf (st). Fast vier Jahre sind seit dem schweren Karfreitags-Unfall des Jahres 2009 in Paderborn vergangen, bei dem vier Menschen ums Leben kamen. Unter den Toten war der Paderborner Feuerwehrmann Wolfgang F. (48), der sich auf einer Einsatzfahrt mit einer Drehleiter befand. Diese war auf der Kreuzung mit einem Taxi zusammengestoßen.

Der Witwe des städtischen Beamten blieb ein Teil der Versorgungsansprüche verwehrt, weil das Unglück - im Gegensatz zu einem Löscheinsatz - nicht als "qualifizierter Dienstunfall" eingestuft werden konnte. Die Witwe rief den Petitionsausschuss des Landtages an - und musste sich gedulden: Gestern haben die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen beschlossen, dass sich das Land NRW mit einer Million Euro an einem gemeinnützigen Nothilfefonds beteiligt, der in Not geratenen Feuerwehrleuten und ihren Familien helfen soll. So könne in Notfällen wie in Paderborn erstmals eine besondere Hilfe gewährt werden, teilte die Landtagsabgeordnete Sigrid Beer (Grüne) mit.

Die Befassung des Petitionsausschusses mit dem Paderborner Fall habe dazu geführt. Die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Howe hatte sich dafür eingesetzt. "Unverschuldet in Not geratene Feuerwehrleute und ihre Angehörigen haben jetzt die Gewissheit, dass sie im Falle eines qualifizierten Dienstunfalls finanziell nicht ins Bodenlose fallen", so Howe.

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