Wohnmobil angezündet: Prozess um versuchten Mord

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Auf dem Maspernplatz in Paderborn ist ein Wohnmobil, in dem ein 66-jähriger Mann und seine 53-jährige Begleiterin schliefen, durch ein Feuer leicht beschädigt worden. - © FOTO: KAUKE
Auf dem Maspernplatz in Paderborn ist ein Wohnmobil, in dem ein 66-jähriger Mann und seine 53-jährige Begleiterin schliefen, durch ein Feuer leicht beschädigt worden. (© FOTO: KAUKE)

Paderborn (lnw). Ein 24 Jahre alter Mann aus Niedersachsen hat vor dem Paderborner Landgericht eingeräumt, mehrere Autos und ein Wohnmobil angezündet zu haben. Er habe aber keinen Menschen verletzen oder töten wollen, beteuerte der Mann zum Prozessauftakt am Mittwoch.

In dem auf einem Parkplatz in Paderborn abgestellten Wohnmobil schliefen in der Tatnacht zum 24. Oktober 2012 eine Frau und ein Mann aus Niedersachsen. Sie konnten sich aber rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie hätten in akuter Lebensgefahr geschwebt, sagte ein Brandsachverständiger. Die Anklage lautet auf versuchten Mord und schwere Brandstiftung.

Der 24-Jährige sagte, er habe das Fahrzeug nicht als Wohnmobil wahrgenommen, sondern als Transporter. Der Mann war den Ermittlern ein paar Tage nach der Tat ins Netz gegangen. Als Grund nannte der 24-Jährige, der zur Tatzeit auf einer Paderborner Kirmes als Kellner arbeitete, sein Alkoholproblem, aber vor allem durch den beruflichen Alltag ausgelöste Aggressionen.

Inwieweit der Angeklagte, der bei seinem Arbeitgeber als sehr zuverlässig galt, schuldfähig ist, wird ein psychiatrischer Gutachter klären. Der Prozess wird in der kommenden Woche fortgesetzt.

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