Trauer im Safaripark: Elefanten-Dame "Baby" ist tot

Dickhäuter mit 49 Jahren gestorben

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Trauer im Safaripark:

Elefanten-Dame "Baby" ist tot - © Stukenbrock
Trauer im Safaripark: Elefanten-Dame "Baby" ist tot (© Stukenbrock)

Schloß Holte-Stukenbrock (big). Die indische Elefantenkuh "Baby" aus dem Zoo Safaripark ist Montagmorgen gegen 7.30 Uhr gestorben. Die Elefantin erreichte laut Safaripark-Sprecherin Susanna Stubbe "das stolze Alter von 49 Jahren". Im Februar war bereits Elefantenbulle "Thai" an Herz-Kreislaufversagen gestorben.

"Baby" war die einzige asiatische Elefantenkuh des Zoo Safariparks und lebte dort seit 21 Jahren. Gemeinsam mit anderen Elefanten (Afrikanern) kam sie aus einem Zirkusunternehmen und bewohnte im Zoo Safaripark die große Freianlage und ein Abteil im Elefantenhaus.

Als Todesursache gehen die Tierärzte von Altersschwäche und einem daraus resultierendes Herz-Kreislaufversagen aus. Fast 50 Jahre seien für einen Elefanten ein hohes Alter, so die Fachleute. Maximal können Elefanten 60 Jahre alt werden, heißt es in einem Schreiben des Safariparks.

"Baby", die indische Elefantenkuh (vorne) lebt seit gestern nicht mehr. Hinter ihr traben die afrikanischen Kühe "Didi" und "Beauty" durchs Wasser - sie haben größere, anders geformte Ohren. - © FOTO: SAFARIPARK
"Baby", die indische Elefantenkuh (vorne) lebt seit gestern nicht mehr. Hinter ihr traben die afrikanischen Kühe "Didi" und "Beauty" durchs Wasser - sie haben größere, anders geformte Ohren. (© FOTO: SAFARIPARK)

"Babys" Körper ist Montag – wie üblich beim Tod eines solchen Tieres – in die Pathologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover gebracht worden. Eine wissenschaftliche Untersuchung soll definitiv Klarheit über die Todesursache bringen.

Das Team des Zoo Safariparks, besonders aber die Pfleger der Elefanten, sind über "Babys" Tod sehr betroffen. Die freundliche Elefantenkuh war allen ans Herz gewachsen.

Jetzt leben die Elefantenkühe "Didi" und "Beauty" allein in dem Elefantenhaus mit Außenanlage, das Safaripark-Chef Fritz Wurms 2005 umbauen hat lassen, damit Elefantenbulle "Thai" artgerecht gehalten werden konnte. Dieses Projekt hatten damals der Hamburger Elefanten-Experte Karl Kock sowie "Thais" ehemaliger Besitzer begleitet.

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